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Tennis: Blau-Weiß wehrt sich tapfer

Tennis : Blau-Weiß wehrt sich tapfer

Gegen den mehrfachen Deutschen Meister aus Mannheim unterlag der HTC Blau-Weiß Krefeld zum Auftakt der Tennis-Bundesliga trotz einer insgesamt guten Darbietung mit 2:4. Nicolas Devilder punktet im Einzel und Doppel.

Der HTC Blau-Weiß Krefeld wartet auch nach drei Jahren weiter sehnsüchtig auf den ersten Sieg in der Tennis-Bundesliga. Die einmal mehr von Teamchef Olaf Merkel zusammen gestellten Mannschaft unterlag beim gestrigen Auftaktspiel der neuen Saison gegen Grün-Weiß Mannheim. Doch da die Krefelder Spieler sich in beinahe jeder Partie auf Augenhöhe präsentierten und zumeist nur knapp verloren, sollte das Team diesmal den Klassenverbleib sportlich schaffen. 4:2 hieß es am Ende für den mehrfachen Deutschen Meister.

Dass Krefeld Lust auf Spitzentennis hat, zeigte sich bereits kurz nach 11 Uhr. Denn schon zu diesem frühen Zeitpunkt hatte sich das Gros der 900 Zuschauer auf der Anlage an der Hüttenallee eingefunden. Das aber schien den für Krefeld an Nummer zwei spielenden Spanier Inigo Cervantes nicht zu beflügeln, denn er gab gleich sein erstes Aufschlagspiel ab. Der Serbe Dusan Lajovic hatte keine Mühe, den ersten Satz mit 6:4 zu gewinnen. Enger wurde es in Durchgang zwei, aber auch der ging - wenn auch im Tie-Break - mit 7:6 an den Spieler der Gäste. Um 12 Uhr begannen die Matches der an Nummer drei und vier gesetzten Spieler. Von zahlreichen Challenger-Turnieren kannten sich der für Krefeld spielende Italiener Simone Vagnozzi und sein österreichischer Kontrahent Martin Fischer. Deutlich mit 6:1 und 6:4 gewann der Gästespieler.

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"Ich denke, dass man unseren Neuzugängen in der ein oder anderen Phase eine gewisse Nervosität angemerkt hat. Von daher hätte ich lieber mit einer Auswärtspartie begonnen", erklärte Blau-Weiß-Vorsitzender Hajo Ploenes die ein oder andere Schwäche seiner Akteure. Dies galt auch für die neue Nummer eins an der Hüttenallee, Grega Zemlja.Der Slowene, vom Sprecher auf der Anlage noch als Serbe vorgestellt, dominierte in seiner Partie gegen den ehemaligen Daviscupspieler Björn Phau den ersten Satz beinahe nach Belieben und gewann diesen mit 6:2. Dabei beeindruckte der 25-Jährige mit einer ganzen Reihe von Assen - zweimal schlug er gar drei in Folge. Doch der 32 Jahre alte Phau - 88. der Weltrangliste - steigerte sich im zweiten Durchgang und profitierte jetzt auch von Schwächen der Nummer 120. Phau schaffte mit einem 6:3 den Satzausgleich. Spielentscheidend war sicherlich die Szene im Championstiebreak des dritten Satzes, als beim Stand von 6:4 für Zemlja dieser einen Ball bereits im Aus wähnte, der aber doch noch auf der Linie landete. Statt 7:4 stand es nur 6:5. Ins Bild passte da, dass Phaus Matchball zum 10:7 ein Netzroller war.

Dass Krefeld die Partie nicht schon nach den Einzeln verloren hatte, hatte es Nicolas Devilder zu verdanken. Hatte der 32 Jahre alte Franzose, der in Paris, ganz in der Nähe des Tennisstadions Roland Garros lebt (dort werden die French Open ausgetragen), den ersten Satz noch mit 4:6 gegen Denis Gremelmayr verloren, steigerte er sich in Durchgang zwei und schaffte mit einem 6:2 den Satzausgleich. Auch im Championstiebreak des dritten Satzes war die Partie der beiden Linkshänder wieder durch lange Grundlinienduelle gekennzeichnet. Seinen dritten Matchball verwandelte Devilder dann zum 11:9.

Mit 1:3 aus Sicht Krefelds ging es also in die beiden abschließenden Doppel. Der Dreisatzsieg von Cervantes / Devilder blieb aber letztendlich nur Ergebniskosmetik, da Zemlja und Vagnozzi ihr Doppel knapp in zwei Sätzen verloren.

(RP)