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Krefeld: Kliniken bereiten sich auf möglichen Anstieg von Corona-Infizierten vor

Situation in Krefeld : Kliniken bereiten sich auf möglichen Anstieg von Corona-Infizierten vor

Grünes Licht gibt es von CDU und SPD zur Erstattung der Beiträge für Kindertagesstätten und den Offenen Ganztag ab dem 16. März.

In Krefeld wurden bislang 225 Personen positiv auf das Corona-Virus getestet – das sind 14 mehr als am Vortag. 53 Menschen gelten inzwischen als genesen. Aktuell werden 32 Erkrankte in Kliniken behandelt, davon müssen sechs auf der Intensivstation beatmet werden. „Die Krankenhäuser tun alles, um sich auf einen möglichen Anstieg der Zahlen vorzubereiten, zum Beispiel indem sie Beatmungsplätze aufstocken“, erklärt Oberbürgermeister Frank Meyer. Die Zahl der Abstriche im städtischen Diagnosezentrum an der Schwertstraße ist auf 2279 Proben gestiegen.

Was die Einhaltung des Kontaktverbots und der sonstigen Einschränkungen betrifft, sei die Lage in Krefeld weiterhin unauffällig, so der Verwaltungschef. Probleme bereitet lediglich der Personenkreis der Drogen- und Alkoholszene. „Die Einsicht ist hier häufig sehr gering, Bußgelder bleiben in der Regel wirkungslos. Deshalb wollen wir nun verstärkt versuchen, die Sozialarbeiter und Streetworker einzubinden“, sagt der Oberbürgermeister unter anderem mit Blick auf der Situation am Theaterplatz.

Grünes Licht gibt es von CDU und SPD zur Erstattung der Beiträge für Kindertagesstätten und den Offenen Ganztag für den Zeitraum ab dem 16. März bis zum Ende der corona-bedingten Schließung der Einrichtungen. Dass Krefeld die Beiträge bereits ab Beginn des Betretungsverbotes erstatten möchte, sei ein gutes Signal an alle Eltern in unserer Stadt, so CDU-Ratsfrau Britta Oellers. „Die Eltern werden entlastet. Sie müssen keine Beiträge für ihre Kinder in der Kita, in der Tagespflege oder dem offenen Ganztag im April zahlen“, ergänzt die Landtagsabgeordnete. „Das ist Fakt und das haben das Land und die kommunalen Spitzenverbände – in denen auch Krefeld aktiv ist – schon in der vergangenen Woche beschlossen.“ Geeinigt hatten sich die Gremien allerdings darauf, dass die Einnahmeausfälle im April jeweils zur Hälfte von Kommunen und Land getragen werden. „Ein Kompromiss bei dem alle Seiten Verantwortung in dieser schweren Zeit übernehmen“, so Oellers. „Deshalb irritiert es mich, dass der SPD-Oberbürgermeister jetzt entgegen der getroffenen Vereinbarung eine 100-prozentige Übernahme der Einnahmeausfälle der Kommunen durch das Land fordert. Offenbar kennt er die Vereinbarung nicht, die auch sein kommunaler Spitzenverband mit dem Land getroffen hat.“

Oellers erinnert daran, dass das Landeskabinett den Beschluss zur Erarbeitung eines Kommunalschutz-Paketes gefasst hat, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie für die kommunale Ebene zu begrenzen: „Dass Land lässt die Kommunen nicht im Regen stehen.“ Alle anderen Behauptungen seien billiger Populismus im Wahljahr. „Und den können wir derzeit wirklich nicht gebrauchen.“