Floehr und Kindler begrüßen beim Zoo-Benefizevent in der Kulturfabrik Krefeld auch Torsten Sträter.

Kulturfabrik Krefeld : Scharfe Kontrollen bei Benefiz-Abend

Der erste Benefizabend für den Zoo wurde in den sozialen Medien höchst kontrovers diskutiert.

(svs) Am Eingang der Kulturfabrik werden Besucher scharf kontrolliert. Sogar Kugelschreiber sind  als mögliche Stichwaffen verdächtig und werden abgenommen. Für die Benefizveranstaltung für Zoo und Tierschutzverein gelten besondere Sicherheitsvorkehrungen. Der Grund: Im Internet sind die Organisatoren Johannes Floehr und Jean-Philippe Kindler von Tierschützern und Zoo-Unterstützern gleichermaßen angegangen worden. Sie hatten verkündet, die Einnahmen des Abends zu 50 Prozent an den Zoo und zu 50 Prozent an den Tierschutz zu spenden. Sie waren die ersten, die eine solche Veranstaltung organisierten. Aufgrund der aufgeheizten Stimmung hatten gerade die Verantwortlichen der Kulturfabrik Sorge vor Übergriffen. Darum bestanden sie auf großen Sicherheitsvorkehrungen.

Ein Wachdienst mit zwölf Personen kontrollierte daher am Eingang scharf und zeigte große Präsenz. Am Ende blieb es jedoch absolut ruhig: Es gab weder Streitereien, noch Proteste. Allerdings hatte die Kulturfabrik vorsorglich auf Werbung über ihre Kanäle verzichtet, um die Stimmung nicht anzuheizen, so dass am Ende nur rund 300 Besucher kamen. „Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mir wesentlich mehr erhofft. Aber es war auch schwer einschätzbar“, sagte Floehr am Ende einer launigen, aber durchaus auch nachdenklich stimmenden Veranstaltung, die kurzfristig sogar echte Star-Unterstützung bekam. Der mit Floehr befreundete Comedian Torsten Sträter, bekannt aus der heute-Show im ZDF „Sträters Männerhaushalt“, hatte sich mittags spontan angeboten und spielte gut 20 Minuten ohne große Vorbereitung. Gerade diese Spontanität machte aus seinem Auftritt ein einzigartiges Erlebnis.

Mit dabei waren auch die Band Provinztheater, unterstützt von den Sängern Lina Farah und „Konrad“, sowie die Krefelder Poetry-Slammerin Marie Gdaniec. Heraus kam ein kurzweiliger Abend, bei dem aber auch nachdenkliche Töne nicht zu kurz kamen. Für diese sorgten besonders Floehr und Kindler in ihrer Anmoderation. „Mich haben Leute kritisiert, warum ich etwas für den Zoo oder den Tierschutz mache. Andere kritisierten, warum ich dafür und nicht für Australien sammle. Da sage ich nur: Mach doch etwas für Australien und frag mich, ob ich dabei bin“, rief der Organisator in den Saal und erntete viel Applaus.

Am Ende der Veranstaltung mit freiem Eintritt, bei der aber jeder Besucher angehalten war, zu spenden, kamen insgesamt 3500 Euro zusammen. Spender konnten auch an einem Quiz über den Zoo teilnehmen und Bücher und Eintrittskarten für die Kufa gewinnen.