Krefeld: Zoo-Brand in Affenhaus - Tiere sorgen für Schlagzeilen

30 Tiere sterben bei Zoo-Brand : Diese Krefelder Affen sorgten für Schlagzeilen

Bei dem verheerenden Brand des Affenhauses im Krefelder Zoo sind 30 Tiere ums Leben gekommen. Die Menschenaffen hatten eine große Bedeutung für die Menschen in der Stadt. Wir blicken zurück auf tierische Meldungen aus den vergangenen Jahren.

Bei dem Großbrand am Neujahrsmorgen 2020 starben 30 Affen im Krefelder Zoo, darunter auch mehrere Menschenaffen wie Orang-Utans, Gorillas und ein Schimpanse. Es entstand ein Millionenschaden. Der Zoo sprach von einer „unfassbaren Tragödie“, Bürger aus der Stadt und der Region bekundeten ihre Trauer. In den vergangenen Jahren haben Affen aus dem Zoo immer wieder für kuriose Schlagzeilen gesorgt. Ein Überblick:

Juli 2011

Ein sechs Monate altes Guereza-Äffchen sorgte im Juli 2011 für einen Großeinsatz in Krefeld. Das im Krefelder Zoo geborene Jungtier entlief aus seinem Gehege und fand nicht mehr den Weg zurück. Auf der Suche nach Nahrung kletterte der Affe in den Sollbrüggenpark auf die Terrasse einer Familie, die die Polizei alarmierte. Das Äffchen floh jedoch vor Eintreffen der Einsatzkräfte und kletterte auf einen 15 Meter hohen Baum.

Daraufhin musste der Zootierarzt anrücken und ein Betäubungsmittel per Blasrohr auf das Tier pusten. Anders als geplant, schlief der Affe allerdings im Baumwipfel ein. Einige Zeit später fiel das Tier dann aber doch - in das provisorisch aus drei Bettlaken gebaute Sprungtuch.

Dezember 2012

Ende des Jahres 2012 sorgte Gorilla Kidogo für Aufsehen: Kurz vor Weihnachten wagte der Affe einen Tanz auf einem von Pflegern gespannten Seil. Anstatt sich entlangzuhangeln balancierte er aufrecht auf zwei Beinen gehend über das Seil. Ein Zoo-Fotograf hielt das Spektakel fest, und die Bilder gingen um die Welt. Kidogo lebte zu dem Zeitpunkt erst rund ein halbes Jahr im Gorilla-Garten des Zoos.

Bei dem Feuer im Krefelder Zoo blieb das direkt ans Affenhaus angrenzende Gorillagehege, in dem Kidogo mit seiner Familie lebte, verschont.

März 2013

Bereits seit einigen Jahren malen Affen im Krefelder Zoo. Der prominenteste Künstler unter den Tieren war Orang-Utan Barito. Er malte mehr als 50 Bilder, die über eine Online-Plattform verkauft wurden. Seine Kunstwerke landeten im März 2013 außerdem als Motiv auf T-Shirts des Modelabels Ajoofa. Barito bekam eines der Shirts geschenkt und probierte es im Gehege gleich an. Im Sommer 2014 kam er in einen Zoo in Frankreich.

Juni 2017

Zerzauste, rostrote Haare und kleine Augen, 3,6 Kilogramm schwer: Orang-Utan-Baby Hujan wurde Anfang Juni 2017 im Krefelder Zoo geboren und eroberte die Herzen der Besucher im Sturm.

Orang-Utan-Baby: So süß ist das Flaschenkind aus dem Krefelder Zoo

Hujan wurde allerdings von seiner Mutter verstoßen. Deshalb wuchs er bei seiner Pflegerin auf, die ihn mit der Flasche aufpäppelte und ihn bei sich zu Hause aufnahm. Im März 2018 kam Hujan schließlich ins Gehege zu seiner Oma Lea. Die Wiedereingliederung in die Gruppe misslang: Seine Mutter Suria nahm ihn nicht an. Großmutter Lea anfangs schon, doch irgendwann verlor sie das Interesse und entwickelte leichtere Aggressionen.

Weil Hujan verstoßen wurde, musste er im März 2019 nach England ins „Monkey World – Ape Rescue Centre“ in Wool umziehen. Seine Familie starb beim Zoo-Brand am Neujahrsmorgen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Diese Tiere starben beim Brand im Krefelder Zoo