Korschenbroich: Die CDU stellt eine neue Bank am Bolzplatz auf

Bürgerwunsch in Korschenbroich erfüllt : Die CDU stellt eine neue Bank am Bolzplatz auf

Bürger hatten gefordert, das am Bolzplatz an der Rheydter Straße eine Bank aufgestellt wird. Nun wurde dieser Wunsch erfüllt. Die Bank stammt aus der Projektwerkstatt der Hauptschule.

Politiker reden und versprechen viel, tun aber wenig? Dieses Vorurteil straften vier CDU-Kommunalpolitiker und eine –politikerin jetzt Lügen: Nachdem sie erfahren hatten, dass Bürger sich eine Bank am Bolzplatz an der Rheydter Straße wünschten, ließen sie in der Holzwerkstatt der Hauptschule Kleinenbroich ein solides Exemplar fertigen, legten dafür 200 Euro auf den Tisch und stellten das schöne Stück nun neben dem bereits vorhandenen Papierkorb auf. Die Bank wurde festbetoniert.

Der stellvertretende Bürgermeister Hans-Willi Türks schaffte die Bank auf einem Anhänger herbei, während der Vorsitzende der CDU Korschenbroich-Pesch, Bernd Scheufeld, bereits zur Spitzhacke griff. „Ich wollte die Löcher eigentlich gestern schon machen und muss jetzt feststellen, dass der Boden hier mächtig verdichtet ist“, sagte der Mann im Malocher-Look. Ihm zur Seite standen seine Stellvertreterin Ann-Kathrin Küsters, Geschäftsführer Julian Meyers und Beisitzer Sven Frank. „Das ist ja richtig was Robustes“, lobte die Anwohnerin Lisa Türks, eine Schwester des stellvertretenden Bürgermeisters.

„1,56 oder 1,58 Meter“: Scheufeld und Türks leisteten Präzisionsarbeit, was fehlte, war eine Wasserwaage – die schaffte Ann-Kathrin Küsters herbei. Bernd Scheufeld öffnete die Heckklappe seines Kombis, holte nach und nach fünf 25-Kilo-Säcke Fertigbeton heraus. Aus riesigen blauen Kunststoff-Kanistern wurde Wasser hinzugegeben. Die Bank, produziert im Rahmen eines Projekts von Hauptschule und Bürgerstiftung, wurde genau eingepasst, sie steht auf zwei Betonplatten, die hochkant einbetoniert wurden; ein Moniereisen, das ebenfalls an jeder Seite mit einbetoniert wurde, soll als zusätzlicher Diebstahlschutz dienen. Man verständigte sich zünftig mit Korschenbroicher Platt. Das Team bewies handwerkliches Geschick und für Sven Frank war mit der körperlichen Arbeit längst noch nicht Schluss: „Ich muss jetzt noch zum VfB Korschenbroich, um beim Abriss des Vordachs unseres Vereinsheims zu helfen.“

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