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Fußball: Am Rand des Pokaltreffens: Klever hadern mit der Niederlage

Fußball : Am Rand des Pokaltreffens: Klever hadern mit der Niederlage

Wer gestern kurz vor dem Anpfiff des Fußball-Niederrheinpokalspieles zwischen dem 1. FC Kleve und dem Regionalligisten FC Kray noch einen freien Parkplatz suchte, wurde enttäuscht. Bis auf den letzten Platz waren sie vergeben, lediglich am Straßenrand gab es noch wenige Möglichkeiten. Die Zuschauerzahl selber von schätzungsweise 350 dürfte bei den Schwanenstädtern trotzdem für Enttäuschung gesorgt haben. Zwar war die Sitz-Tribüne voll mit Klever Anhängern, auf der Gegengeraden tummelten sich aber gerade mal etwas mehr als ein Dutzend Kray-Fans, die während des Spiels nicht zu hören waren.

Der FC Kray gilt gemeinhin in der Regionalliga eigentlich als Verein, der ordentlich Fans zu seinen Auswärtsspielen mitbringt. Gestern war dies anders, könnte aber an dem beinahe zeitgleich ausgetragenem DFB-Pokal-Spiel zwischen Rot-Weiss Essen und der Fortuna aus Düsseldorf gelegen haben.

Dabei hätte Kray, zu denen auch der Bruder des Borussia Dortmund-Akteurs Pierre-Emerick Aubameyang, Willy Aubameyang gehörte, welcher anders als sein Bruder am Wochenende aber nur ins eigene Gehäuse traf, durchaus Anfeuerung gebrauchen können. "Es war ein sehr zerfahrenes und holpriges Spiel", gestand Essens Torwart Philipp Kunz, der in den Schlussminuten noch mal die Ruhe bewahren musste. "Wir sind es aber ja schon von der Meisterschaft gewohnt, auch mal tief zu stehen", erklärte Kunz. Er sah zudem einen unbändigen Willen innerhalb des Teams, das Spiel gewinnen zu wollen. Schließlich waren die Krayer vom DFB-Pokal am Samstag bereits gewarnt, in dem etwa Bundesligist TSG Hoffenheim als Favorit dem Herausforderer unterlag. "Im Pokal können auch Amateure Voll-Profis besiegen. Aber das haben wir ganz gut angenommen", meinte Kunz weiter.

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Sein Trainer Micha Skorzenski hatte bereits im Vorfeld den 1. FC Kleve als keine normale Landesliga-Truppe bezeichnet und sie mit einer Oberliga-Mannschaft verglichen. Unterschätzt habe sein Team die Rot-Blauen auch nicht, sagte Skorzenski und fügte hinzu: "Es war das erwartet schwere Rumpfspiel." Jedoch hätten bei einigen seiner Akteure vielleicht die letzten zehn Prozent gefehlt, so dass es doch reichlich spannend wurde.

Auf Klever Seite war die Enttäuschung dagegen deutlich spürbar. "Wir waren über das komplette Spiel gesehen nicht die schlechtere Mannschaft. Beide hätten es verdient gehabt weiterzukommen, aber Kray hat das letzten Endes gut gemacht", resümierte Kleves Kapitän Fabio Forster. Der Blondschopf freute sich aber über die volle Tribüne und über Anfeuerungsrufe kurz vor dem Spielende aus der rot-blauen Fanecke. "So etwas pusht zusätzlich", sagte Forster und hofft, dass die Zuschauer nun auch in der Landesliga-Saison da sein werden. "Das Spiel dürfte Werbung in eigener Sache gewesen sein", fügte Kleves Verteidiger Fabian Buttgereit hinzu. Als Abwehrspieler ärgerten ihn besonders die zwei Gegentore. "Sie kamen nur zwei Mal gefährlich vors Tor und schießen zwei dumme Treffer. Aber wir hatten auch ein glückliches Tor", resignierte Buttgereit. Den Klevern fehlte gestern zum Erfolg einfach das nötige Quäntchen Glück.

So konnte sich gestern auf Schwanenstädter Seite nur der Möbel- Bau- und Gartenmarkt "Self - mein Markt" freuen. Er hat die Aktion Herzenssache des 1. FC Kleve gewonnen und prangt nun ein Jahr auf der Klever Brust. Insgesamt hatten 27 Firmen teilgenommen, die teilweise sogar mehrere Lose kauften.

Vor dem Anpfiff stellte Stadionsprecher Erich Billion außerdem im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung die rot-blauen Neuzugänge vor.

(pets)