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Fußball: Klunder: "Testspiele haben uns gewarnt"

Fußball : Klunder: "Testspiele haben uns gewarnt"

Für den Uedemer SV dauerte das Bezirksligajahr nur eine Saison. Jetzt greift er in der erstarkten Kreisliga A neu an.

Für den Uedemer SV endete das Projekt Bezirksliga nach nur einem Jahr. Mit 31 Punkten aus 32 Spielen verabschiedete sich die Mannschaft der Trainer Christian "Theo" Klunder und Patrick Kleintjes aus der der Bezirksliga. In der kommenden Spielzeit werden die Gelb-Schwarzen wieder in der Kreisliga A antreten. "Die Bezirksliga-Saison ist für uns unglücklich gelaufen, auch wenn der Abstieg am Ende relativ deutlich war. Knackpunkt ist der Start in die Rückrunde gewesen, da haben wir einfach zu viele Punkte unnötig oder unglücklich liegen gelassen. Die unentschiedenen Spielausgänge haben uns nicht weitergeholfen", sagt Klunder im Rückblick. Am Ende habe es dann nicht gereicht - aber wenn man sich die Statistik anschaue, dann gehe der Abstieg in Ordnung.

Dass es in der eine Klasse tieferen Ligaumgebung viel einfacher wird für den USV, damit rechnet Klunder aber keineswegs: "Die Kreisliga A ist sehr gut besetzt, ich rechne mit vielen starken Mannschaften. Das wird eine harte Saison, in der man jedes Spiel gewinnen oder verlieren kann", betont Klunder, der den USV im vierten Jahr trainiert. Dementsprechend vage formuliert er auch das Saisonziel: "Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen, in erster Linie aber nichts mit dem Abstieg zu tun haben. Deswegen müssen wir früh genug anfangen, Punkte zu sammeln - wenn das klappt, kann man immer noch nach oben schauen."

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Personell gibt es beim USV einige Veränderungen im Vergleich zur vergangenen Saison: Besian Mulaj und Andrej Kornelsen haben den Verein in Richtung den Ligakonkurrenten SV Rindern verlassen, Lukas Friedrichsen wechselte - wie in der Winterpause bereits Martin Würzler - zum A-Ligisten BV Sturm Wissel. Ob Bernard Alijaj jemals wieder in den Uedemer Farben auflaufen wird, ist noch unklar: Der Mittelfeldakteur hatte sich fünf Spieltage vor Schluss gegen den SV Emmerich-Vrasselt schwer am Knie verletzt, fällt noch längere Zeit aus und erwägt von daher, mit großer Wahrscheinlichkeit seine Karriere als aktiver Fußballer zu beenden.

Neu in den Reihen der Uedemer ist Marcel Perkuhn, der vom B-Liga-Aufsteiger SV Asperden kommt und die Lücken im Mittelfeld als vielseitig einsetzbarer Spieler zu füllen helfen soll. Ebenfalls vom SV Asperden zieht es den Außenspieler Tim de Mür nach Uedem. Einen zusätzlichen Neuner hat Klunder mit Marvin Tüß gewinnen können, der vom A-Ligisten TSV Weeze kommt. Verstärkung kommt aber auch aus der eigenen Jugend: Lukas Broeckmann, Jahrgang 1997, gehört zwar offiziell noch der Uedemer A-Jugend an, wurde aber frühzeitig zum Senior erklärt und soll die Senioren in Absprache mit dem Jugendtrainer bei Bedarf in der Offensive unterstützen. Kein offizieller, aber ein gefühlter Neuzugang ist Özkan Demirli, der in der vergangenen Saison über weite Strecken berufsbedingt fehlte, nun aber wieder häufiger verfügbar ist. "Wir konnten die Abgänge zahlenmäßig adäquat ersetzen. Natürlich muss die Mannschaft sich neu formieren und finden, aber der große Stamm ist ja erhalten geblieben", sagt Klunder.

Auch wenn es keinen großen personellen Umbruch gab, hatten die Uedemer in der Vorbereitung ihre Baustellen: "Unser Hauptproblem war die Fitness - daran mussten wir länger arbeiten, als zunächst geplant. Wir hatten zu viele Spieler, die nicht fit genug waren, das hat sich auch in den Testspielen und in den Gruppenspielen des Voba-Supercups bemerkbar gemacht. Gegen Concordia Goch und gegen Walbeck sind wir deswegen förmlich überrannt worden", beschreibt Klunder die nicht einfache Vorbereitungszeit auf die neue Saison. Nach ausgiebiger Konditionsarbeit mit seiner Mannschaft legte er jetzt gegen Ende der Vorbereitung den Fokus wieder verstärkt auf taktische und technische Aspekte.

In die neue Saison starten die Uedemer eine Woche später als die Konkurrenz. Grund dafür ist die 17er Gruppe, die an jedem Spieltag eine Mannschaft zum Zuschauen verurteilt. Eine Woche mehr Zeit also für den USV, um sich auf die A-Liga vorzubereiten. "Die zusätzliche Woche nehmen wir gerne. Wir müssen nicht meinen, dass wir in der Kreisliga A mit Halbgas mithalten können. Die Testspiele sollten uns gewarnt haben", betonte Trainer Klunder.

(jehe)