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Fußball: 1. FC Kleve tut sich beim Pokal in Erfgen lange Zeit schwer

Fußball : 1. FC Kleve tut sich beim Pokal in Erfgen lange Zeit schwer

Fußball-Kreispokal: Rheinwacht Erfgen – 1. FC Kleve 1:4 (0:1) / FC-Verteidiger Florian te Laak meldet sich mit guter Leistung zurück

Fußball-Kreispokal: Rheinwacht Erfgen — 1. FC Kleve 1:4 (0:1) / FC-Verteidiger Florian te Laak meldet sich mit guter Leistung zurück

Pokalabend an der Sommerlandstraße. Die Flutlichter brannten, es roch nach frisch gemähtem Gras. Auf der fein präparierten Sportanlage empfing der Fußball-A-Ligist Rheinwacht Erfgen den zwei Klassen höher angesiedelten 1. FC Kleve. Eine Begegnung also aus der Kategorie David gegen Goliath, die der ambitionierte Landesligist mit 4:1 (1:0) gewann.

Die "Roten" wurden wie schon in der vorherigen Pokalrunde auf Kreisebene durch Dieter Oldenburg gecoacht. Mit ihm an der Seitenlinie wollte sich der 1. FC Kleve keine Blöße geben. Das auch mit Blick auf das am Sonntag anstehende Kreisderby beim SV Straelen. Zwar gehörten die Stammkräfte Sebastian Kazcmarek, Pascal Hühner und Daniel Opitz neben den noch verletzten Umut Akpinar und Sezgin Baran nicht zum Kader. Dafür stand aber nach längerer Verletzungspause Florian te Laak wieder in der Anfangsformation und machte mit seinem Offensivdrang auf der Außenbahn schnell deutlich, wie sehr er der Mannschaft gefehlt hatte. Von daher ließ das Klever Aufgebot erkennen, dass es die in grelles Gelb gewandeten Gastgeber nicht auf die leichte Schulter nahm.

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Auf der anderen Seite hatte aber auch Erfgen einen Plan. "Wir wollten den FC möglichst lange ärgern, ihn nervös machen", verriet Spielertrainer Norman Lousee nach dem Abpfiff und grinste spitzbübisch. Er konnte nicht verbergen, dass das seiner leidenschaftlich kämpfenden Mannschaft trotz der Niederlage gelungen war. Das musste auch FC-Trainer Oldenburg eingestehen. "So wie uns Erfgen gefordert hat, ist aus der geplanten guten Trainingseinheit eine überdurchschnittlich gute geworden."

In der "von unserer Seite grottenschlechten ersten Halbzeit", so Oldenburg, ging der 1. FC Kleve nach einer halben Stunde durch Max Stellmach in Führung. Niklas Klein-Wiele hatte ihn mit einem seiner Zuckerpässe über das halbe Spielfeld erstklassig bedient. Vorher hätte der Klever Ballkünstler aus kurzer Distanz eine Te-Laak-Hereingabe bereits im gegnerischen Tor unterbringen müssen. Aber auch die aus einer tief stehenden Abwehr operierenden Erfgener hatten ihre Torchancen — besonders bei Standards durch Lousee. Zum Torjubel fehlte aber immer eine Kleinigkeit. Nicht aber nach einer Stunde, als Rheinwacht-Kapitän Carlos Abaga Ayingono wenige Meter hinter der Mittelinie einfach mal draufhielt. Der von der Klever Abwehr mehrfach abgefälschte Schuss trudelte schließlich an dem jungen FC-Keeper Raven Olschewski vorbei zum 1:1 ins untere Toreck.

Doch wenige Minuten später hatte Bastian Grütter mit einem kompromisslos verwandelten Foulelfmeter den 1. FC Kleve schon wieder in Front gebracht. Der Blondschopf deckelte damit im wohl genau richtigen Moment die aufkeimende Euphorie auf Erfgener Seite. Dazu sahen wenig später die Erfgener Kevin Adomeit nach einer übermotivierten Aktion gegen Kleves Keeper Gelb-Rot und Andre Hunzelder nach einer Grätsche von hinten gegen Oliver Burke Rot. In doppelter Unterzahl und dem spürbar werdenden Kraftverlust bei den Platzherren, der sich in einigen Gelbstrafen niederschlug, hatte der 1. FC Kleve es nun leicht, das Ergebnis durch Klein-Wiele und einem Eigentor von Philipp Sonnerschein auf 4:1 auszubauen.

"Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden", sagte Oldenburg, "mit der Leistung nur bedingt."

(RP)