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Billard: Gochs schwere Rückkehr ins Oberhaus

Billard : Gochs schwere Rückkehr ins Oberhaus

Billard-Bundesliga Mehrkampf: Die Billard-Sport-Freunde Goch hoffen auf den Klassenerhalt.

Gerd Arnold hat schon entschieden ereignisärmere Jahre als Vorsitzender der Billard-Sport-Freunde Goch erlebt. Denn es ist eine Zeit, in der die Liebhaber des grünen Filzes und des gekreideten Queues einen zweiten Frühling erleben - aus sportlicher Sicht und auch im Sinne eines gemeinhin nicht minder wertgeschätzten Vereinslebens.

Der Klub weihte nicht nur erst Ende August sein neues, schmuckes Vereinsheim in Goch ein, sondern ist ab dieser Saison auch in der ersten Billard-Bundesliga Mehrkampf vertreten. "Es wäre schön, wenn wir die Klasse halten", sagt Gerd Arnold, schließlich möchte man auch im kommenden Jahr, wenn das 75-jährige Vereinsjubiläum steigt, zur Elite Deutschlands gehören. Und doch ist Arnold auch realistisch genug, um zu wissen, dass der Verein mit einer Handvoll Mannschaften um den Klassenerhalt kämpft: "Da wir nicht über die finanziellen Mittel verfügen und ohne Verstärkungen in die Saison gegangen sind, wird es sehr schwer."

Gänzlich neues Terrain ist die erste Bundesliga für die Gocher nicht, doch etablieren konnte sich der Verein dort nie. "Wir haben den Ruf einer Fahrstuhlmannschaft", weiß Arnold. Zu schlecht für Liga eins, zu gut für Liga zwei? Voreilige Schlüsse lassen sich nach dem ersten Wochenende mit Bundesliga-Spielen gegen den BC Hilden und die Billardfreude Weitmar noch nicht ziehen, obwohl die Gocher dort zwei herbe Niederlagen einstecken mussten. 0:8 gegen Hilden, 1:7 gegen Weitmar - so die erste, "erwartete Bilanz", wie Arnold sagt, schließlich habe man sich mit Welt- und Europameistern duelliert. Während die Billard-Sport-Freunde gegen übermächtige Hildener noch gänzlich chancenlos waren, sorgte Gochs Andre Tebest gegen Weitmar, letzte Saison noch Tabellendritter, mit einem 84:84-Remis zumindest für ein Erfolgserlebnis.

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Heinz Schmale verlor nur knapp mit 125:127. "Insgesamt sind wir gut aufgestellt", findet Gerd Arnold, der zusammen mit Mannschaftsführer Hermann Kleinpenning, Manfred Reinders und Heinz Schmale in der ersten Bundesliga zum Queue greift. Seit drei Jahren spielen sie nun schon in dieser Formation und bilden ein harmonisches Gefüge.

Am 9. November gegen den BCC Witten soll sich dies auch endlich im Ergebnis niederschlagen. Auswärts spielen die Gocher dann, nicht Zuhause im neuen Vereinsheim. "Die Atmosphäre", so hat Gerd Arnold festgestellt, "ist einfach toll. Einige Gastvereine wollen gar auf ihr Heimrecht verzichten und noch einmal zu uns kommen."

Einen Betrag im hohen fünfstelligen Bereich haben die Billard-Sport-Freunde in eine alte Schreinerei investiert und diese zu einer erstligareifen Spielstätte umgebaut. Bekannter und gesellschaftstauglicher machen wollen die Gocher ihren Sport.

Nicht nur die Bundesliga-Zugehörigkeit, sondern unter anderem auch der Tag der offenen Tür am 19. Oktober soll dazu beitragen.

(RP)