Kleve: Hoffnungsvoller Besuch

Kleve: Hoffnungsvoller Besuch

Die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Barbara Hendricks hat bei ihrem Besuch in Westafrika viele Türen geöffnet, um den Menschen in Benin und Niger zu helfen. Projekte von der "Aktion pro Humanität" besucht.

"Trotz Finanzkrise und Rezession wird die Bundesrepublik Deutschland die finanzielle Hilfe für die Entwicklungsländer nicht vermindern", sagte Dr. Barbara Hendricks, Bundesschatzmeisterin der SPD, bei einer Pressekonferenz in Uedem. Diese Nachricht nahm Dr. Elke Kleuren-Schryvers vom Vorstand der "Aktion pro Humanität" mit Erleichterung auf. Bei ihrem 45. Besuch im westafrikanischen Benin und im Niger wurde die Ärztin aus Kervenheim von der Bundestagsabgeordneten und dem Mitglied im Parteivorstand der SPD, die zum ersten Mal diese Region bereiste, begleitet.

Viele Probleme

Mit dabei war auch Gisela Franzen, die ebenfalls von ihren Erlebnissen berichtete. Dr. Elke Kleuren-Schryvers stand noch unter dem Eindruck, dass ein 13-jähriges Mädchen völlig abgemagert in die Krankenstation kam und einige Tage später starb. "Die Menschen kommen viel zu spät zur Behandlung, sie wissen nicht, dass diese kostenlos ist". Es gäbe Probleme in der Medikamentenversorgung, die Kosten für Nahrungsmittel würden beständig steigen. Gisela Franzen zeigte sich vom Frohsinn der Kinder tief berührt: "Das springt ins Herz". Das Projekt sei seit 1999 gewaltig gewachsen und die Anlage gepflegt. Dr. Hendricks schilderte anschaulich die Situation in Benin, vor allem in den Städten. "Immer sind Menschen unterwegs, immer beschäftigt, aber ihr Zustand wird nicht besser". Die Mopeds und Taxibusse seien mit Menschen und Gepäck völlig überladen, dazu käme eine Masse von Fußgängern. Elke Kleuren-Schryvers betonte dankbar, dass die deutsche Politikerin Dr. Hendricks in Westafrika außerordentlich viele Türen geöffnet habe. So habe es in Cotonou Gespräche mit dem Deutschen Botschafter in Benin, mit dem Gesundheitsminister und der Familienministerin der Republik Benin und eine Audienz beim Staatspräsidenten, Dr. Boni Yayi. gegeben. Im Mittelpunkt des Besuches von Dr. Barbara Hendricks standen die Projekte der "Aktion pro Humanität" in Gohomey, ein Abstecher zum Projekt "pro Dogbo" unter der Leitung von Klaus van Briel aus Kleve und die Besichtigung der neuen Brunnen der "Aktion pro Humanität" in Bojora in der Diözese Niamey im Niger.

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In Kooperation

Diese Brunnenprojekte werden in Kooperation mit der Caritas Niger realisiert. Es sind bisher vier Brunnen fertiggestellt; drei weitere werden noch dieses Jahr gebaut. Einer der Brunnen versorgt rund 27.000 Menschen mit sauberem Trinkwasser. Der Brunnen von Bojora liegt etwa 25 Kilometer buscheinwärts. Die Menschen dort haben bisher keinerlei Basisgesundheitsversorgung und nur eine winzige Strohschule. Dr. Kleuren-Schryvers beschrieb die Situation der Afrikaner so: "Die Menschen sind vital und hoffnungsvoll, aber die Situation ist bedrückend und perspektivlos".

(RP)
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