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Kreis Kleve: Missionarisch zur Volkskirche

Kreis Kleve : Missionarisch zur Volkskirche

Hans-Joachim Wefers ist mit 46 Stimmen gegen 22 für Karin Dembek zum Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Kleve gewählt. Über seinen Werdegang sprach RP-Redakteur Stefan Kriegel mit dem 50-jährigen Xantener Pfarrer, der auch einen kleinen Ausblick auf seine zukünftige Arbeit warf.

Wie sind Sie Pfarrer in Xanten geworden?

Hans-Joachi Wefers Ich bin in Kempen am Niederrhein geboren und dort aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte ich erst einmal Elektrotechnik und Physik an der RWTH Aachen.

Aber wie kamen Sie zur Theologie?

Wefers Nach dem ersten Studium leistete ich den Zivildienst ab. Während dieser Zeit erkannte ich, dass Elektrotechnik und Physik auf Dauer nicht das Richtige für mich ist. Ich schloss das Zweitstudium Theologie in Bonn an.

Wie ging es nach dem Abschluss des Studiums weiter?

Wefers In der Lukasgemeinde in Bonn wirkte ich erst als Vikar, praktisch als Auszubildender, und absolvierte dort auch meine anderthalb Jahre als Pfarrer zur Anstellung. Dann bewarb ich mich vor gut 14 Jahre um die Pfarrstelle in Xanten. Dort wohne ich auch heute noch mit meiner Frau und den drei Kindern.

Haben Sie denn schon Vorkenntnisse in der Kreissynode?

Wefers Ich bin als neuer Superintendent nicht so einfach vom Himmel gefallen. Ich habe bereits in den vergangenen zehn Jahren im Synodalvorstand mitgearbeitet, unter anderem als Assessor, also als stellvertretender Superintendent.

Können Sie so kurz nach Ihrer Wahl schon etwas über Ihre Ziele als neuer Superintendent sagen?

Wefers Die möchte ich zu diesem Zeitpunkt noch sehr allgemein halten. Es gab jedoch vor einigen Jahren einen so genannten Leitbildprozess im Kirchenkreis Kleve. Einige Teile daraus möchte ich aufleben lassen. Dazu gehören unter anderem die sozialen Aspekte in der Gesellschaft, auf die die evangelische Kirche im Kreis Kleve reagieren muss. Außerdem sollten wir daran arbeiten, wie wir missionarisch Volkskirche sein können.

(RP)