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Corona-Krise in Kleve: Sparkasse legt Förderprogramm neu auf

Finanzielle Unterstützung für Vereine in Kleve : Sparkasse legt Förderprogramm in der Krise neu auf

Insgesamt 104 Vereine und 20 Museen haben im ersten Lockdown von dem Programm „Gemeinsam da durch“ profitiert. Nun stellt die Sparkasse Rhein-Maas erneut 50.000 Euro für Vereine zur Verfügung.

Zum Ende des ersten Lockdowns im Mai vergangenen Jahres hatte die Sparkasse Rhein-Maas zwei Förderprogramme für Vereine und „Kleine Museen“ aufgelegt. „Gemeinsam da durch“ nannten sie ihre Initiativen, deren Resonanz alle Erwartungen übertroffen habe, wie es von dem Geldinstitut heißt. Am Ende seien 104 Vereine und 20 Museen mit mehr als 90.000 Euro unterstützt worden.

Nun hat die Sparkasse Rhein-Maas angekündigt, ihr Vereinsförderprogramm erneut aufzulegen: „Wir fühlen uns dem Ehrenamt, den Menschen und Vereinen in der Region verbunden“, sagt Sparkassenvorstand Michael Wolters. „Wir versuchen da zu helfen, wo öffentliche Hilfsprogramme Lücken haben, wo Vereine erst neu in Not geraten oder tolle Ideen für die Aufrechterhaltung oder Wiederaufnahme des Betriebs entwickeln.“ Bei der Neuauflage hat der Fördertopf einen Umfang von bis zu 50.000 Euro aus dem Zweckertrag des PS-Sparens. Wilfried Röth erinnert daran, dass auch Vereinsmitglieder einen indirekten Beitrag leisten können: „PS-Sparen kennt nur Gewinner: neben der monatlichen Sparrate besteht mit dem Losanteil die Chance auf kleine und große Gewinne und der Zweckertrag kommt gemeinnützigen Organisationen in der Region zu Gute.“

Mit dem zweiten Lockdown, in dem wir uns befinden und dessen Ende noch nicht sicher absehbar ist, stehen auch die Vereine und gemeinnützigen Organisationen wieder vor einer harten Probe. Kultureinrichtungen sind geschlossen, gemeinsames Musizieren oder Sporttreiben ist nicht möglich, soziale Einrichtungen können ihre Hilfe nicht anbieten, aber auch gesellige Veranstaltungen und Treffen können nicht stattfinden. Da muss man nur an den Karneval denken. Dies alles kann Vereine an die Belastungsgrenze bringen und erst recht die dort ehrenamtlich Tätigen. Zumal viele von ihnen auch zu den Risikogruppen gehören. Und bei manch einem wächst die Sorge, dass der ein oder andere nach der Lockerung der Beschränkungen nicht wieder in die ehrenamtliche Tätigkeit zurückkehrt.

Möglichkeiten, warum man von dem Fördertopf profitieren kann, gibt es einige. Vereine stecken in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, weil durch Kündigung von Mitgliedschaften oder wegfallenden Einnahmen die Existenz gefährdet ist. Oder ein Verein hat sich in der jetzigen Krisensituation mit besonderen Aktionen für Vereinsmitglieder, etwa mit Hilfsangeboten für Risikogruppen oder Bedürftige, eingesetzt. Oder das Vereinsleben soll mit kreativen Ideen wieder ans Laufen gebracht werden. Kurzum: Alle Vereine im Geschäftsgebiet der Sparkasse Rhein-Maas, die durch die Krise diese finanziellen Einbußen erleiden oder besondere Bedarfe haben, können finanzielle Unterstützung aus diesem Fördertopf beantragen. Informationen und das Antragsformular gibt es unter der Internetadresse www.sparkasse-rhein-maas.de/vereinsfoerderung, Antragsschluss ist der 19. Februar.

Und schon die erste Runde der Aktion hat gezeigt: Die Fördermaßnahmen helfen zwar vor allem vor Ort, können aber auch ein Signal darüber hinaus senden. So tauchen das Klever Schuhmuseum und Mannis Kleines Museum in Emmerich nun auch in einem bundesweit ausgespielten Spot zum Thema auf.