Festnahmen in Bayern: Spione sollen für Russland US-Einrichtungen ausgespäht haben
EILMELDUNG
Festnahmen in Bayern: Spione sollen für Russland US-Einrichtungen ausgespäht haben

Hitzewelle in NRW Temperaturen im Kreis Kleve klettern – Rheinpegel sinkt

Kreis Kleve · Am Mittwoch klettert das Thermometer auf 30 Grad, Anfang der Woche dürfte es mit der Hitze weitergehen. Amtsärztin Martina Scherbaum mahnt zur Vorsicht. Der Rheinpegel sinkt in Emmerich auf 1,01 Meter ab.

 Das Thermometer klettert in den kommenden Tagen deutlich nach oben.

Das Thermometer klettert in den kommenden Tagen deutlich nach oben.

Foto: dpa/Frank Rumpenhorst

In einem sind sich die Meteorologen einig: Es wird in den kommenden Tagen deutlich wärmer. Es wird sogar ziemlich heiß. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet ab dem kommenden Sonntag eine mehrtägige Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 37 Grad. Bis dahin ist auch im Kleverland das Wetter wechselhaft – mit Höchstwerten um die 30 Grad am Mittwoch. Die nächste Hitze-Periode kommt dann aber schon ab Sonntag. Dann könnten auch im Kreis Kleve für mehrere Tage Temperaturen zwischen 30 und 37 Grad herrschen.

Ein amerikanisches Wettermodell prognostiziert ab kommenden Sonntag gar Temperaturen bis zu 45 Grad in NRW. Das wäre eine Rekordmarke, so weit wird es vermutlich aber nicht kommen. „Nach unseren Modellen bleiben wir in NRW unterhalb der 40-Grad-Marke“, sagt Ines Wiegand, Meteorologin vom Deutschen Wetterdienst.

„Hohe Außentemperaturen wirken in vielfältiger Weise auf den Körper, insbesondere auf das Herz-Kreislauf-System“, sagt die Amtsärztin des Kreises Kleve, Martina Scherbaum. Ein größerer Flüssigkeitsverlust wirke sich auf die Fließeigenschaften des Blutes aus. Der Körper müsse zudem aktiv die Körpertemperatur konstant halten. „Insbesondere bei Fieber – aktuell etwa im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion – stellen diese Faktoren auch eine große Belastung für jüngere Menschen dar. Vor allem sind aber ältere Menschen aufgrund von Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahmen und einer altersbedingten verringerten Anpassungsfähigkeit betroffen.“

Menschen mit größerer Hitzeerfahrung, beispielsweise aus Südeuropa, haben eine gewisse körperliche Gewöhnung an diese Temperaturen. „Menschen, die normalerweise kühlere und gemäßigte Regionen wie Deutschland gewohnt sind, reagieren hingegen empfindlicher und schneller auf Hitzebelastungen.“

Allgemein gilt: ausreichend trinken, leichtes Essen, Räume kühlen und luftige Kleidung tragen. Zudem muss mit Tropennächten gerechnet werden, in denen die Temperatur nicht mehr unter 20 Grad fällt. Lüften sollten die Menschen dann nur noch in der Nacht oder am frühen Morgen, um die Wohnungen kühl zu halten.

Wie heiß es in der kommenden Woche im Kleverland genau wird, das wird erst in den nächsten Tagen feststehen. Klar ist schon jetzt: Das anhaltend trockene Wetter lässt den Rheinpegel erheblich sinken. Bei Emmerich stand er am Dienstag um 11.45 Uhr bei 1,01 Meter. So niedrig dürfte es auch in absehbarer Zeit bleiben. Kein neues Bild: Ähnliche Perioden hat es auch in den Dürre-Sommern der vergangenen Jahre immer wieder gegeben. Das hat auch Auswirkungen jenseits des Rheinbettes, wie Hobby-Meteorologe und Landwirt Hubert Reyers bemerkt: „Bei Niedrigwasser zieht der Rhein, weil er unter den Grundwasserstand absinkt, große Wassermengen aus unseren Grundwasserreserven ab in die Nordsee. Das macht sich besonders in den Brunnen in Rheinnähe bemerkbar.“

Unter www.kreis-kleve.de (Suchbegriff „Hitzeempfehlungen“) gibt es Tipps zu den wichtigsten Verhaltensregeln.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort