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Wie Förderprogramm zur Öffnung des Busmannstübchens in Kevelaer führt

Busmannstübchen in Kevelaer über Sofortprogramm unterstützt : Traum vom eigenen Café erfüllt

Katarzyna Brings bietet im Busmannstübchen Kaffee, Kuchen und verschiedene warme Speisen an. „Durch das „Sofortprogramm Innenstadt“ konnte ich mich selbstständig machen und die Chance nutzen, um endlich mein eigenes Café zu eröffnen“, freut sich Katarzyna Brings.

Wirtschaftsförderer Hans-Josef Bruns hatte von einer „Kampfansage an den Leerstand“ gesprochen. Und offenbar zeigt das Sofortprogramm Innenstadt in Kevelaer tatsächlich Wirkung. Fünf Geschäfte konnten über das Förderprojekt bereits an den Start gebracht werden. „Und es kommen sicher noch welche dazu“, sagt Kevelaers Wirtschaftsförderer Tobias Nelke. Mindestens acht müssten es wohl werden, schätzt er. Durch dieses Programm konnte auch ein neues Café im früheren Busmannstübchen öffnen.

Nachdem Katarzyna Brings lange als Küchenleitung in einem anderen Kevelaer Café gearbeitet hat, erfüllt sie sich jetzt ihren Traum vom eigenen Café im Busmannstübchen. „Durch das Sofortprogramm Innenstadt konnte ich mich selbstständig machen und die Chance nutzen, um endlich mein eigenes Café zu eröffnen.“, freut sich Katarzyna Brings über die Möglichkeit der gastronomischen Selbstständigkeit. In ihrem Café Busmannstübchen „Brings“ erwartet die Gäste täglich Frühstück und Mittagstisch sowie ein Frühstücksbuffet am Wochenende. Darüber hinaus gibt es selbst gebackenen Kuchen sowie Brote und viele weitere kulinarische Angebote.

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Wichtigster Baustein bei diesem „Kampf gegen den Leerstand“ ist die Anmietung von Ladenflächen durch die Stadt. Die Kommune mietet leerstehende Geschäfte an oder Lokale, bei denen der Mietvertrag bald ausläuft und keine Nachfolger in Sicht sind.

Das Konzept sieht vor, dass der Eigentümer bei der Miete um 30 Prozent runtergehen muss, dann steigt die Stadt ein. Das bedeutet zwar Einbußen bei der Miete, sorgt im Gegenzug beim Eigentümer aber für Planungssicherheit, weil sein Geschäft auf jeden Fall für eine bestimmte Zeit vermietet ist.

 Die Stadt wird damit quasi zum Vermieter und kann durch die För­dergelder das Ladenlokal dann zu einem günstigen Preis anbieten. Hat ein Geschäft früher beispielsweise 1000 Euro Miete gekostet, würde die Stadt das Lokal für 700 Euro übernehmen, weil der Eigentümer ja auf 30 Prozent verzichtet. Zu diesen 700 Euro würde die Stadt eine Fördersumme von 500 Euro zahlen. Unterm Strich könnte ein Interessent damit ein Geschäft, das früher einmal 1000 Euro im Monat gekostet hat, für 200 Euro mieten

 Der Eigentümer der Immobilie in der Busmannstraße 42 sei gerne bereit gewesen das Lokal für 70 Prozent der Altmiete an die Wallfahrtsstadt zu vermieten. Tobias Nelke von der Wirtschaftsförderung sagt: „Wir freuen uns sehr, dass wir Frau Brings Dank des Sofortprogramms bei der Eröffnung ihres eigenen Cafés unterstützen können. Das finanzielle Risiko durch hohe Mieten und lange Vertragslaufzeiten schreckt potenzielle Gründer oft ab. Dieses finanzielle Risiko können wir mit dem Förderprogramm abmildern.“