1. NRW
  2. Städte
  3. Kevelaer

So kommt der Weihnachtsbaum sicher nach Hause

Tipps des ADAC für den Transport : Wie der Baum nach Hause kommt

Endlich: Die Weihnachtstanne fürs Fest ist ausgesucht, es kann auf den Heimweg gehen. Doch wie kriege ich das gute Stück am besten und sichersten nach Hause? Der ADAC gibt Tipps und zeigt: Es geht auch mit dem Fahrrad.

Jetzt aber schnell. Wer immer noch keinen Weihnachtsbaum hat, für den wird es höchste Zeit. Doch wie bekomme ich das sperrige Ding eigentlich am sichersten nach Hause? Auch beim Weihnachtsbaum-Transport muss man sich schließlich an Regeln halten. Die wichtigsten Fragen beantwortet der ADAC Nordrhein.

Transport auf dem Autodach Der ADAC rät, unbedingt auf eine ausreichende Sicherung zu achten. Sonst kann der häufig sperrige und lange Baum zu einer echten Gefahr im Straßenverkehr werden. Ein ADAC-Crashtest zeigt: Bei einem Unfall mit 50 km/h wird aus einem 30 Kilogramm schweren Baum, der nur mit einfachen Gummi-Expandern auf dem Dach fixiert ist, schnell ein Geschoss von 750 Kilo. „Es gibt zwei ganz wichtige Tipps: Damit der Baum nicht zum Windfang wird, muss die Baumspitze nach hinten und das abgesägte Ende des Stamms immer nach vorne zeigen. Und man sollte in jedem Fall Spanngurte verwenden“, erklärt Heinz-Gerd Lehmann vom ADAC Nordrhein. „Am besten man lässt sich vom Händler ein Netz über die Tanne ziehen. Das macht den Baum kompakter und verhindert auch, dass Äste während der Fahrt aufs Dach schlagen oder abreißen.“ Auf dem Autodach sollte der Baum immer auf dem Dachträger transportiert werden. Eine Decke unter dem Baum verhindert, dass der Lack zerkratzt.

  • Ratgeber : Weihnachtsbaum sicher mit dem Auto transportieren
  • Willicher Weihnachtswunder Tanne
    Willicher Weihnachtswunder : Kleiner Weihnachtsbaum ganz groß
  • Karl Rottman, alias Tannen-Karl, in Kalkar
    Aus dem Kreis Kleve : Hier kann man sich seinen Weihnachtsbaum selbstschlagen

Transport im Kofferraum Wer den Weihnachtsbaum in den Kofferraum packt, sollte die hintere Sitzbank umlegen und den Stamm gegen die Rückenlehne des Beifahrersitzes schieben – so kann der Baum nicht verrutschen. Mit Spanngurten wird der Baum an den Ösen im Laderaum befestigt. Dabei wichtig: Den Gurt einmal um den Stamm und einmal um die Spitze schlingen. Planen oder Decken im Innenraum des Wagens verhindern zudem, dass Harz die Sitze verklebt oder Tannennadeln sich ins Futter bohren. Reicht der Platz im Kofferraum nicht aus, sollte der Kofferraumdeckel dennoch so weit wie möglich geschlossen und mit einem Gurt am Auto gesichert werden.

Sicherheitsregel Ab einem Meter Überstand muss das Ende des Baums mit einer hellroten Fahne kenntlich gemacht werden. Bei Dunkelheit mit einer roten Leuchte und Rückstrahler. Kennzeichen und Rückleuchten dürfen vom Baum nicht verdeckt werden. Wer seine Ladung nicht ordnungsgemäß sichert, muss mit einem Bußgeld von 35 Euro rechnen, bei zusätzlicher Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer mit 60 Euro und einem Punkt. Wird der Überstand nicht gekennzeichnet, werden 25 Euro fällig.

Wer haftet? Fällt der Weihnachtsbaum während der Fahrt vom Autodach oder aus dem Kofferraum, kommt die Kfz-Haftpflichtversicherung für einen Fremdschaden auf. Beschädigungen durch den Baum-Transport am eigenen Fahrzeug muss der Halter in der Regel selbst bezahlen.

Transport auf dem Lastenrad oder Rad/Pedelec mit Anhänger Handelt es sich um eine kleine Tanne, kann der Transport per Lastenrad oder Rad/Pedelec mit Anhänger eine Alternative sein. Hier gilt: Unbedingt das zulässige Gesamtgewicht des Modells beachten. Wird ein Fahrrad oder Pedelec mit Anhänger genutzt, so muss im Voraus geprüft werden, ob das Modell für die Anhänger-Verwendung freigegeben ist. Die Zuladung eines Anhängers ist begrenzt. Zudem sollte darauf geachtet werden, schwere Gegenstände tief und wenn möglich über der Achse zu verstauen, damit das Kurvenverhalten komfortabler ist. Wichtig: Die Tanne darf sich beim Einlenken nicht im Hinterrad verfangen. Damit der Baum während der Fahrt nicht umherrutscht, muss er zusätzlich mit Spanngurten gesichert werden. Ragt der Weihnachtsbaum hinten mehr als einen Meter über die Transportbox oder den Anhänger hinaus, muss die Ladung wie beim Auto mit einer hellroten Fahne kenntlich gemacht werden. Bei Dunkelheit sind zusätzlich eine rote Leuchte und ein Rückstrahler Pflicht.

Transport auf Fahrrad oder E-Scooter Mit der einen Hand den Weihnachtsbaum halten und mit der anderen Hand lenken, ist keine gute Idee. Wer auf diese Art den Baum per Rad oder E-Scooter transportiert, beeinträchtigt die Fahrsicherheit und riskiert Unfälle. Am einfachsten und sichersten: Den Baum mit Spanngurten am Fahrrad fixieren und das Rad schieben. Einhändig zu fahren, ist nur bei vollständiger Kontrolle über das Rad erlaubt. Mit Baum unterm Arm also nicht. Wer einen kleinen Baum mit Netz in einem großen, tiefen Rucksack verstaut, kann mit dem Rad oder E-Scooter fahren. Auf dem E-Scooter selbst dürfen hingegen keine Gegenstände transportiert werden.

Transport in Bus und Bahn So lange der Weihnachtsbaum eingepackt, gesichert und nicht zu groß ist, darf er bei ausreichender Kapazität in Bus und Bahn transportiert werden. Andere Fahrgäste dürfen weder gefährdet noch belästigt werden. Der Baum darf auch keinen Sitzplatz blockieren. Im Einzelfall entscheidet allerdings das Personal. Ein Anspruch auf die Beförderung des Weihnachtsbaums besteht nicht.

(zel)