WEEZE: Feuerprobe für die Einsatzkräfte

WEEZE: Feuerprobe für die Einsatzkräfte

Die Anforderungen an die Feuerwehr steigen, auch in Weeze. Daher werden Übungen und Ausbildung immer wichtiger.

Von einer positiven Entwicklung konnte Michael Windhuis in der Jahresbilanz berichten: „Die Zahl der Aktiven in unserer Jugendabteilung hat sich im vergangenen Jahr von zwölf auf 20 erhöht“, berichtete der Chef der Feuerwehr Weeze jetzt im Rat. „Das freut uns natürlich sehr, vor allem, weil alle auch aktiv mitziehen.“ Genug Nachwuchs zu haben, sei für die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr wichtig, um so auf Dauer den Brandschutz der Gemeinde sicher zu stellen. Vor allem, dass sich die Zahl der Einsätze kontinuierlich erhöht habe. Heute müsse die Feuerwehr immer mehr als 100 Mal pro Jahr ausrücken, früher seien es nur 50 bis 60 Einsätze gewesen, erläuterte Windhuis.

Auch die Heftigkeit vor allem der Verkehrsunfälle nehme zu. Oft heiße es „alles oder nichts“. Vor allem bei Unfällen nach erhöhter Geschwindigkeit. Entweder halten nach einem solchen Unfall die Sicherungssysteme oder es gäbe Schwerverletzte oder Tote. Um die Schlagfertigkeit der Feuerwehr sicher zu stellen, seien Ausbildung und regelmäßige Übungen wichtig. Einen Einsatz simulierte man beispielsweise bei Siemes in Wemb. Hier mussten sich die Rettungskräfte um einen Verletzten kümmern, der unter einem Radlader eingeklemmt war. So aufwendige Übungen seien wichtig und nur möglich, weil die Unternehmen in Weeze bereit seien, ihre Objekte dafür zu Verfügung zu stellen.

Öfter genutzt werde auch das Trainingsgelände am Airport. Hier nahmen die Feuerwehrleute aus Weeze auch an einer internationalen Großübung teil. Angenommen wurde dabei der Absturz einer Passagiermaschine. Aufgabe der Rettungskräfte war, 160 Leute aus dem brennenden Wrack zu befreien. „So eine Übung macht schon unheimlichen Eindruck und schult für den Alltag. Unsere Leute staunen dann nicht schlecht, wenn sie plötzlich vor so einem großen brennenden Flugzeug stehen“, sagte Windhuis. Aber solche Simulationen seien wichtig, weil die Anforderungen an die Feuerwehrleute immer größer würden.

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In Weeze gehört zu den Einsätzen auch die Brandsicherheitswache bei den Mega-Festivals Parookaville und Q-Base mit insgesamt 120.000 Besuchern. „Wir sind bei den Veranstaltungen dann auch die Einsatzleitung und arbeiten jeweils sehr gut mit dem Ordnungsamt zusammen“, sagt Windhuis. Aufgabe sei dann auch, die medizinische Rettung  bei den Festivals zu übernehmen.

Bürgermeister Ulrich Fracken machte darauf aufmerksam, dass so große Veranstaltungen nur gestemmt werden könnten, wenn man sich auf die Rettungskräfte verlassen könne. Er dankte der Feuerwehr für ihren Einsatz. Künftig kann die Feuerwehr auch mit zwei neuen Fahrzeugen ausrücken. Denn der Löschzug Weeze und die Löschgruppe Wemb erhielten jetzt ein neues Löschfahrzeug.

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