Stadt Kempen: Hochsensible und ihre Probleme im Alltag

Stadt Kempen: Hochsensible und ihre Probleme im Alltag

Hochsensible Kinder können es schwer haben in der heutigen Zeit. Durch ihr besonders arbeitendes Nervensystem nehmen sie mehr und intensiver wahr als andere Kinder. Sie registrieren Dinge, die andere noch nicht einmal wahrnehmen, und beschweren sich beispielsweise über Nähte in den Socken, kratzende Etiketten oder Gerüche in der Luft. Die Reaktionen auf die dauernde Reizüberflutung sind sehr unterschiedlich. Manche Kinder ziehen sich zurück und suchen Schutz in der Isolation. Andere entwickeln vielleicht Ängste, Hemmungen oder Schlafstörungen. Wieder andere fallen durch Unruhe, Aggressivität oder Verweigerung auf. In Unkenntnis des Temperamentsmerkmals kommt es nicht selten zu Verdachtsdiagnosen wie Autismus oder AD(H)S, obwohl es sein kann, dass das Kind nur hochsensibel ist. Schätzungsweise 15 bis 20 Prozent aller Menschen weisen dieses Merkmal auf, nur die wenigsten wissen darum. Bei einem Vortrag der Kreisvolkshochschule (VHS) klärt Nicole Wolters, Leiterin des Gesprächskreises Hochsensibilität im Kreis Viersen, über diese Disposition auf.

Das tut sie am morgigen Dienstag, 8. Mai, 19 Uhr, in der Burg in Kempen. Die Referentin zeigt die Merkmale hochsensibler Kinder auf und gibt einen ersten Einblick, was Eltern, Erzieher und Betreuer tun können, um auf die besonderen Bedürfnisse hochsensibler Kinder einzugehen. Die Teilnahme kostet acht Euro. Um Anmeldung bei der VHS in Viersen wird gebeten unter Telefon: 02162 9348-0 oder per E-Mail an: vhs@kreis-viersen.de.

(RP)
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