Neuer Schulhof zum Fußballspielen und Bewegen an der Ernst-Reuter-Schule Kamp-Lintfort

Umbau an der Grundschule in Kamp-Lintfort : Neuer Schulhof zum Fußballspielen und Bewegen

Der Schul- und Spielplatz an der Ernst-Reuter-GrundschuIe steht allen Kindern auch nach Unterrichtsschluss offen.

Bis zu den Sommerferien war die Fläche an der Sudermannstraße asphaltiert, wie es bei Grundschulen üblich war, die in den 1960er Jahren gebaut wurden. In den Sommerferien verwandelte sich der graue Asphalt in einen lebendigen Schul- und Spielplatz. In den Herbstferien wurde dieser Platz mit einem kleinen Fußballfeld komplettiert. Gestern wurde er von Bürgermeister Christoph Landscheidt offiziell eröffnet. Zusammen mit Schülern der Ernst-Reuter-Schule schnitt er ein rotes Band durch.

Sofort spielten 20 Schüler Fußball auf diesem Soccerplatz, der 16 Meter lang und acht Meter breit ist. Schließlich haben sie längst den neuen Schul- und Spielplatz als ihr Territorium vereinnahmt, in dessen Planung sie sich von Anfang an einbringen konnten. Sie können sich jetzt zum Beispiel auf einem Soccerfeld „austoben und auspowern“, wie Silke Roth als stellvertretende Schulleiterin sagt. Im Sandkasten könnten sie „haptische Erfahrungen“ sammeln, wie sie weiter erläutert. Sie könnten sich auf den gepflasterten Flächen mit Roller oder Kettcar bewegen. Sie könnten sich auf den Natursteinen ausruhen und dort ihre Sammelkarten austauschen. Oder sie könnten diese Sitzfläche als Außenklassenzimmer umfunktionieren.

205.000 Euro kostete es, die Fläche am Standort Sudermannstraße der Ernst-Reuter-Schule umzugestalten, um so den kindgerechtesten Schul- und Spielplatz in der Hochschulstadt entstehen zu lassen. „160.000 Euro hat das Land über ein Projekt des Wohnungsbauministerium gefördert“, sagte Andreas Klicza als Mitarbeiter des Amtes für Jugend, Schule und Sport. „Dies war möglich, weil die Fläche gleichzeitig ein Spielplatz für das Quartier Gestfeld ist.“ So ist der Schul- und Spielplatz auch an den Abenden, an den Wochenenden und in den Ferien geöffnet. „Auch außerhalb der Schulzeit spielen viele Kinder hier“, freute sich Silke Roth. „Der Schul- und Spielplatz wertet den Stadtteil auf.“

Weil der Platz auch außerhalb der Unterrichtszeit geöffnet ist und dann nicht unter Aufsicht der Lehrer steht, ist er „vandalismussicher“ gebaut. Zum Beispiel bestehen die „Netze“ der Tore auf dem Soccerfeld aus Eisenstangen und die Seitenbegrenzungen aus dicken Kunststoffplatten.

„Die Lieferzeit für das Soccerfeld liegt bei vier Monaten“, erläuterte Walter Klage, der als Geschäftsführer des Kamp-Lintforter Garten- und Landschaftsbauunternehmens Terra Flor die Umwandlung zu einem Schul- und Spielplatz koordinierte. „Deshalb konnte erst jetzt die Eröffnung gefeiert werden, obwohl alles andere schon am Ende der Sommerferien fertig war.“

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