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Kaarst: Seniorenvertretung: Kaarst stimmt nicht mit

Kaarst : Seniorenvertretung: Kaarst stimmt nicht mit

Weder der Seniorenbeauftragte der Stadt Kaarst, noch die "Senioren Initiative Kaarst" dürfen auf Landesebene mitentscheiden.

Vertreter der Stadt, der Senioreninitiative Kaarst und der Seniorenbeauftragte der Stadt Kaarst waren jetzt bei der Landesseniorenvertretung NRW. Bei diesem Gespräch in Bergisch Gladbach konnten Meinungsverschiedenheiten nicht ausgeräumt werden, es wurde aber ein Kompromiss ausgehandelt. Fakt ist: Sowohl die "Senioren Initiative", als auch der Seniorenbeauftragte werden von der Landesseniorenvertretung nicht als stimmberechtigte Mitglieder anerkannt. Die "Senioren Initiative Kaarst" wird aber bereits als korrespondierendes Mitglied geführt. Sie wird jetzt mit dem Seniorenbeauftragten Hans-Dieter Schmitz zusammenarbeiten.

Eine Koordination ist erforderlich, weil an Veranstaltungen der Landesseniorenvertretung nur jeweils zwei Vertreter einer Stadt teilnehmen können. Karl-Heinz Tieves vom Sozialamt zeigt sich zufrieden: "Für uns ist das zunächst eine gute Arbeitsgrundlage." Und weiter: "Wir gehen davon aus, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Seniorenbeauftragten und der Senioreninitiative Kaarst klappen wird."

Hans-Dieter Schmitz derweil spricht von einem Wirrwarr: "Die ,Senioren Initiative' möchte einen Seniorenbeirat, das ist aber von der Politik schon mal abgelehnt worden." Er sei bemüht, aus den Angeboten der Landesseniorenvertretung so viel wie möglich für die alten Menschen in Kaarst herauszuholen.

Dorothea Zillmer (CDU) kann juristisch nicht nachvollziehen, warum der Seniorenbeauftragte nicht Mitglied der Landesseniorenvertretung werden können soll. "Wir finden es falsch, aber wir können da nichts machen", lautet ihr Kommentar. Ein Seniorenbeirat sei derzeit bei der CDU kein Thema. Die Begründung: "Wir haben für Kaarst eine sehr gute Lösung mit dem Arbeitskreis Senioren, dem Seniorenbeauftragten und den Senioren, die im Rat und in den Ausschüssen vertreten sind." Elke Beyer (SPD) nahm wie folgt Stellung: "Dass weder die ,Senioren Initiative' noch der Seniorenbeauftragte ein Recht auf eine Mitgliedschaft in der Landesseniorenvertretung haben sollen, finde ich nicht zufriedenstellend, aber was soll's. Ich bin da ganz bei Frau Zillmer." An einen Seniorenbeirat denke die SPD derzeit nicht: "Wir sollten erst mal ausprobieren, ob der Seniorenbeauftragte ausreicht."

Horst Schleberger (72), Vorsitzender der "Senioren Initiative Kaarst" , nennt einen ganz praktischen Grund, warum es aus seiner Sicht Sinn macht, den Seniorenbeauftragten zu Informationsveranstaltungen mitzunehmen: "Wir haben vereinbart, dass er dann seinen Wagen benutzt, weil er im Gegensatz zu uns eine Fahrtkostenerstattung bekommt." Schleberger spricht sich ohne Wenn und Aber für einen Seniorenbeirat aus. Der werde von der CDU blockiert. Die Landesseniorenvertretung biete Informationen und Vorträge zu einer Fülle von interessanten Themen, die Senioren betreffen.

(barni)