1. NRW
  2. Städte
  3. Kaarst

Kaarst: Radfahrer kritisieren die Stadt

Kaarst : Radfahrer kritisieren die Stadt

Der ADFC Kaarst hat nicht nur sein neues Tourenprogramm vorgestellt, sondern auch Verbesserungen angemahnt. Besonders die Sperren an der Unterführung in Büttgen und vereiste Radwege sind den Radlern ein Dorn im Auge.

Die Kaarster sind nach wie vor begeisterte Radfahrer. Die Mitgliederzahl des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), Ortsverband Kaarst, ist mit 156 im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Trotzdem werden fahrradbegeisterte Ehrenamtler gesucht, die sich im Arbeitskreis Radverkehr engagieren und die auch mal in der Geschäftsstelle in Neuss eingesetzt werden können. Fahrradfreunde können auch bald wieder gemeinsam mit anderen in die Pedale treten: Auf der Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Kaarst in der "Brücke" wurde das neue Tourenprogramm vorgestellt.

Neues Tourenprogramm

Los geht es in der kommenden Woche, Sonntag, 13. März, mit dem Anradeln zum Landcafé Streithof in Willich. Das Programm enthält bewährte Touren, aber auch Neues. Sein Debut als Tourenleiter feiert unter anderem Karl-Heinz Veuskens mit der Tour "Ohne Auto zum Breitscheider Kreuz". Das Tourenprogramm wird in den nächsten Tagen unter anderem in den Rathäusern ausgelegt.

Horst Luhmer, Mitglied des Sprecherrates, zog für 2010 eine positive Bilanz: Zwar mussten von 67 Touren sechs wegen starken Regens ausfallen, insgesamt legten 656 Teilnehmer jedoch 39 676 Kilometer zurück. Luhmer kritisierte erneut die Stadt, wandte sich vor allem gegen die Sperren an der Bahnunterführung in Büttgen: "Wenn man die Verkehre – Radfahrer und Fußgänger – trennen will, muss eine Längstrennung erfolgen." Das werde unter anderem am Norfer Bahnhof so praktiziert. "Schranken", so Luhmer, "führen dazu, dass weniger mobile Radfahrer Probleme bekommen". Er räumte aber ein, dass die Norm für Barrierefreiheit "knapp eingehalten wurde".

Horst Luhmer kündigte an, künftig häufiger Sitzungen des Planungsausschusses zu besuchen: "Es ist besser, die Planungen zu kommentieren als die bereits ausgeführten Baumaßnahmen." Und er hofft, dass der Kreis derer, die jeden zweiten Montag im Monat um 20 Uhr in die "Brücke" an der Oststraße kommen und den Arbeitskreis Radverkehr bilden, wächst. Interessierte seien jederzeit willkommen. Hans Koenen, der den ADFC auch im Kreis vertritt, kritisierte, dass Radwege selten von Schnee befreit wurden. Und er wies auf etwas Unerfreuliches hin: Der Jahresbeitrag für die ADFC-Mitgliedschaft wurde von 36 auf 46 Euro für Erwachsene erhöht.

Ein Termin, auf den er schon jetzt aufmerksam machte: Der ADFC im Rhein-Kreis Neuss wird 20 Jahre alt: Am 17. Juli wird im Neusser Kreishaus gefeiert. Horst Luhmer kündigte an, dass in Kürze die erste Ausgabe von "Rad am Niederrhein" erscheinen werde – mit interessanten Informationen rund ums Rad.

(NGZ)