Kaarst: Grüne fordern Stakerseite-Neubau

Kaarst : Grüne fordern Stakerseite-Neubau

Das Gebäude der Stadtmitte-Grundschule ist marode. Sanierung oder Neubau? Die Politik muss sich bald für eine Lösung entscheiden.

Mehr als drei Jahre lang wurde er erbittert ausgetragen, der Kampf um den Standort der Gemeinschaftsgrundschule Stakerseite. Seit der Rat im September 2011 ein Bürgerbegehren zum Verbleib der Schule annahm, ist zumindest die Standortfrage ist im Groben geklärt: zugunsten der Stadtmitte und gegen den Kaarster Westen, also gegen das Gebäude der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule an der Bussardstraße. Jetzt muss in nicht allzu ferner Zukunft die nächste grundlegende Entscheidung der Politik her. Sanierung, Umzug oder Neubau? Das ist die Frage, um die es angesichts knapper Kassen und perspektivisch sinkender Schülerzahlen nach wie vor geht.

Wegen des bekanntermaßen schlechten Zustandes des vor rund 35 Jahren einmal als Provisorium in Containerbauweise errichteten Schulgebäudes an der Pestalozzistraße ist das "Stakerseite"-Thema wieder im Blick. Vor allem eine defekte Heizungsanlage und sanierungsbedürftige Schultoiletten erzeugen Handlungsdruck. Dass das Gebäude den Anforderungen langfristig nicht mehr genügt, hat auch Bürgermeister Franz-Josef Moormann in seiner Rede zur Einführung des Haushalts 2013 betont.

Die Grünen fordern nun erneut als "einzig sinnvolle Lösung" einen Abriss und Neubau an gleicher Stelle. Einen entsprechenden Antrag hatte der Rat 2009 abgelehnt. "Heute ist die Standortfrage entschieden", sagt Grünen-Fraktionschef Christian Gaumitz. "Jetzt müssen wir uns darüber Gedanken machen, was für eine Grundschule wir haben wollen. Sicher nicht für das nächste Jahr — aber mittelfristig." Die Grünen jedenfalls sehen künftig eine Konzentration der Schullandschaft in der Stadtmitte. Den Vorschlag, GGS und Gymnasium im Haus der VHS unterzubringen, lehnen sie ab.

(NGZ/ac)
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