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Bebop in Kaarst: Skateboards in kleine Kunstwerke verwandelt

Bebop in Kaarst : Jugendliche verwandeln Skateboards in kleine Kunstwerke

Bei einem Ferienprojekt hatten Jugendliche im Bebop jetzt die Möglichkeit, ihr individuelles Skateboarddeck zu gestalten. Möglich wurde die Aktion durch Spenden.

(jasi) Der Kopf des eigenen Hundes, Hauptfiguren aus Animes, Erinnerung an die alte Heimat und Schriftzüge – Skater haben im Jugendzentrum Bebop ihre Kreativität jetzt auf eine besondere Art und Weise unter Beweis gestellt. Im Zuge eines Ferienprojektes hatten die Teilnehmer im Alter von zwölf bis 16 Jahren an vier Tagen die Möglichkeit, ihr individuelles Skateboarddeck zu gestalten. Dabei kamen verschiedene Techniken und Materialien zum Einsatz. Es wurde mit Lackkannen gesprüht, mit Pinseln und Acrylfarbe gemalt und mit speziellen Posca-Stiften – das sind Marker auf Wasserbasis für alle Oberflächen, die weder Giftstoffe noch Alkohol oder Lösungsmittel enthalten – gezeichnet. Am Ende sind 20 kreative Decks entstanden.

Die Motive sind dabei so unterschiedlich wie die Jugendlichen und ihre Interessen selbst. Am letzten Tag gab es, nach der gemeinsamen Montage von Achsen und Rollen, eine erste Probefahrt auf der Skater-Area an der Stadtparkhalle. „Skateboardfahren ist auch aus pädagogischer Sicht sehr wertvoll. Die Kids lernen, sich neuen Herausforderungen zu stellen und dass nicht immer alles auf Anhieb funktioniert“, erklärt Ken Schultze, Leiter des Kinder- und Jugendhauses Bebop.

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Die Ferienaktion war durch Spenden möglich geworden. Mit 1450 Euro wurde das Bebop unterstützt. Von den Jugendlichen gab es dafür in der Abschlussrunde einen ordentlichen Applaus. Besonders hervorzuheben ist nach Angaben der Organisatoren Henri Wolf aus Kaarst. Er hat das Projekt mit 1000 Euro als Privatperson unterstützt. Über Facebook erfuhr er von der Aktion und war sofort begeistert. Er selbst ist viele Jahre Skateboard gefahren und weiß, welchen positiven Nutzen diese Sportart für die Kinder und Jugendlichen mit sich bringt. „Danke, dass ich auch während Corona so viel Spaß haben durfte“, sagte eine zwölf Jahre alte Teilnehmerin während der Abschlussrunde im Bebop. Das Team der Freizeiteinrichtung freut sich auf weitere Projekte dieser Art.

Die Idee dazu hatte Ken Schultze, als er sich in der Umgebung rund ums Bebop umgeschaut hat und die Skater-Area sah. Er sprach die Skater daraufhin einfach an – und die Resonanz auf seinen Vorschlag war durchweg positiv. Es war zwar nicht allzu einfach, Hersteller zu finden, die sogenannte „blank decks“, also blanke Holzdecks, verkaufen, doch am Ende sollte der Einrichtungsleiter fündig werden – und das Resultat sind 20 vielfältig gestaltete Skateboards.

(NGZ)