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Standort der Hückeswagener Stadtbibliothek ist endgültig gesichert

Schulausschuss : Standort der Stadtbibliothek ist jetzt endgültig gesichert

Der Schulausschuss hat die Weichen für die Stadtbibliothek auf „Erhalt“ gestellt. Im Zuge der anfänglichen Beratungen zum Haushaltssicherungskonzept hatte die Stadtverwaltung die Zukunft der Einrichtung in Frage gestellt.

 Alle Freunde der Stadtbibliothek können endgültig aufatmen. Gingen schon die jüngsten Signale in diese Richtung, wurde nun im Schulausschuss einstimmig der Beschluss gefasst, auch weiterhin das Büchereiangebot in den bisherigen Räumlichkeiten an der Friedrichstraße beizubehalten. Der Ausschuss schloss sich den Ausführungen des Lei­ters des Fach­be­reichs „Bil­dung und So­zia­les“ bei der Stadt­ver­wal­tung, Alexander Stehl, an, der betont hatte: „Nach Auffassung der Verwaltung gibt es keine Alternative.“

Vom Tisch hingegen ist die Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Wipperfürth. „Im Nachgang zur Ausschusssitzung im Januar fanden einige gemeinsame Gespräche statt, bei denen sich eine sinnvolle Möglichkeit der Zusammenarbeit nicht ergeben hat – auch nicht im Zusammenhang der Kosteneinsparung durch Synergieeffekte“, betonte Stehl. Diese würden indes im Gesamtpaket nicht überzeugen, es handele sich lediglich um eine Einsparung von 1800 Euro pro Jahr. Die wären jedoch einhergegangen mit zahlreichen Vertragsänderungen. „Es wird aber auch künftig wie bisher ein gegenseitiges Werben für Veranstaltungen in beiden Bibliotheken erfolgen“, betonte Stehl.

Nunmehr stünde die Umsetzung der Handlungsempfehlungen für die Stadtbibliothek an, die im April im Rahmen einer Beratung durch zwei Mitarbeiterinnen der Fachstelle Bibliotheken der Bezirksregierung konkretisiert wurden. „Bei diesem Gespräch haben sich einige Umsetzungsschwerpunkte ergeben“, sagte Stehl. So müsste in eine zeitgemäße Ausstattung der Bibliothek mit schnellem und leistungsstarkem Internet und entsprechenden PC-Arbeitsplätzen investiert werden. Der Freundeskreis hatte hierzu bereits eine vierstellige Summe zugesagt (die BM berichtete). Dazu müsste der Medienbestand aktualisiert, die Öffentlichkeitsarbeit und Kooperation mit Partnern vor Ort gestärkt und ein Lese- und Begegnungsraum mit Aufenthaltsqualität geschaffen werden.

Damit das gewährleistet werden kann, müssen die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen durch eine zusätzlich zu schaffende Minijob-Stelle entlastet werden. „Auch Möbel und technischen Voraussetzungen müssen her“, unterstrich Stehl. Die Mehrausgaben seien dabei keine unmittelbare Belastungen für den kommunalen Haushalt: „Sie werden durch bestehende Unterstützungsgruppen – Freundeskreis, Flüchtlingsnetzwerk oder „Weitblick“ – mitfinanziert.“ Davon ausgenommen seien die Personalmehrkosten von rund 8000 Euro pro Jahr.

SPD-Ratsherr Martin Meine dankte danach ausdrücklich den ehrenamtlichen Mitarbeitern, die ihre Zeit in die Arbeit in der Stadtbibliothek investierten: „Verwaltung ist das eine, aber eine Stadt lebt vom Ehrenamt“, stellte er klar.