1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Hückeswagen: Kontakt zu den Vereinen trotz Corona

Hückeswagen : Kontakt zu den Vereinen klappt trotz Corona

Bürgermeister Dietmar Persian versucht, die Anliegen der Vereine zu sehen – auch in Zeiten, in denen der persönliche Austausch nicht so möglich ist wie sonst. Auch eine Präsentation des Vereinslebens ist derzeit schwer.

Kontaktbeschränkungen gehören zu den Haupt-Tugenden in der Pandemie-Bekämpfung. Das bedeutet für Menschen, die in Vereinen aktiv sind, dass sie genau das im Moment kaum bis gar nicht tun können. Abgesehen davon ist auch eine Präsentation des Vereinslebens in der Öffentlichkeit derzeit praktisch nicht möglich. Und im Umkehrschluss bedeutet das auch, dass Bürgermeister Dietmar Persian, dem die Anliegen der Vereine sehr wichtig sind, nicht immer durch die zufällige Begegnung über Aktuelles aus dem jeweiligen Vereinsleben informiert sein kann.

„Das ist im Moment ein wenig schwierig“, bestätigt das Stadtoberhaupt. Und ergänzt: „Viele Gespräche ergeben sich ganz natürlich, wenn man sich in der Stadt über den Weg läuft.“ Allerdings habe es immer schon den Austausch über Gesprächstermine im regelmäßigen Abstand gegeben. „Ich spreche immer schon regelmäßig mit den Vorsitzenden des Stadtsportverbands, Hans-Georg Breidenbach, und des Stadtkulturverbands, Stefan Noppenberger. Das findet derzeit eben virtuell statt“, sagt Persian.

  • Der Verein hat die Montagsgruppe ausgesetzt.
    Industriekultur in Hückeswagen : 3-Städte-Depot sehnt Pandemie-Ende herbei
  • Vorsitzender Uwe Gohrbandt in der unterirdischen
    Moderne Sportstätten (8) : Haaner Schützenverein setzt sich neue Ziele
  • Adjutant Ulli Völlings mit Frau Angelika
    Virtueller Heimatabend in Winnekendonk : Festkettenträger digital bekannt gegeben

Dennoch sei es anders, wenn man sich persönlich treffen könne. „Man muss jetzt selbst aktiv werden. Daher bin ich froh und dankbar für jeden Verein, der sich auch an mich wendet – und für jedes Gespräch auch offen“, sagt der Bürgermeister. Er spreche aber auch mit anderen Vereinen, etwa mit dem Schützenverein oder der DLRG. „Dabei geht es dann um ganz konkrete Dinge. Etwa, dass das Schützenfest ausfallen muss – oder es geht um die neue Halle, die die DLRG an der Wachstation bauen wird“, sagt Persian. Ansonsten seien die Rückmeldungen, die er bislang bekommen habe, zumindest aus den Sportvereinen so gewesen, dass diese keine größeren Mitgliederschwünde zu verzeichnen hätten. „Die Hückeswagener sind ihren Vereinen insgesamt recht treu“, sagt Persian. Natürlich könne aber der ganz normale Schwund in der Pandemie nur schwer durch neue Mitglieder kompensiert werden, wie das sonst immer der Fall sei. „Auch neue Angebote können im Moment leider nicht etabliert werden“, sagt Persian.

Zudem glaube er, dass es andere Vereine gebe, die mit den Auswirkungen von mehr als einem Jahr Corona mehr zu kämpfen hätten. So dürfte die Situation gerade bei den Chören nicht ganz so einfach sein. „Ich glaube, dass hier vermutlich mehr Aufräumarbeit zu leisten sein wird“, sagt Persian. Insgesamt habe er allerdings noch von keinem Verein gehört, der größere Existenzsorgen habe. „Zwar haben Vereine mit eigenen Liegenschaften auch größere Ausgaben, aber dafür bekommen diese auch höhere Zuschüsse von der Stadt“, sagt der Bürgermeister. Die entsprechenden Zuschüsse würden auch demnächst ausgeschüttet, da der städtische Haushalt nun genehmigt worden sei.

Persian betont, dass die Vertreter der Vereine auf jeden Fall auf ihn zukommen sollten. „Wir arbeiten gemeinsam an den Dingen, die wichtig sind“, sagt das Stadtoberhaupt.

(wow)