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Hückeswagen: Die ständige "Blitz"-Gefahr

Hückeswagen : Die ständige "Blitz"-Gefahr

Mit zwei "Starenkästen" und regelmäßigen Kontrollen durch mobile Kameras überwacht der Kreis den Verkehr in Hückeswagen; insgesamt gibt es 22 Stellen. Die BM war jetzt bei einer Geschwindigkeitskontrolle dabei.

"Tatort" Rader Straße: Es regnet in Strömen, doch das scheint den Fahrer eines Kombis nicht zu stören. Mit mehr als den hier erlaubten 50 Stundenkilometern braust er an den rechts am Fahrbahnrand geparkten Autos vorbei. Dumm nur, dass der hellbraune Citroën Berlingo eines von vier mobilen Überwachungsfahrzeugen des Oberbergischen Kreises ist. Und schon "blitzt" es aus dem Kofferraum. In ein paar Tagen wird der Fahrer per Post ein Knöllchen über 15 Euro bekommen. Er war rund zehn km/h zu schnell.

Man muss immer mit uns rechnen

Die Rader Straße ist eine von 22 Stellen im Stadtgebiet zwischen A wie August-Lütgenau-Straße und W wie Winterhagen, an denen der Kreis immer wieder die Geschwindigkeit von Fahrzeugen misst. Auf seiner Internetseite www.obk.de hat er sie aufgelistet – wie auch die in den übrigen zwölf oberbergischen Kommunen. "Wir wollen Transparenz herstellen und die Verkehrsteilnehmer nicht im Unklaren lassen", sagt dazu Detlef Leisering, Leiter der Bußgeldstelle des Kreises. Während die Polizei vor allem an Unfallschwerpunkten kontrolliert und die Verkehrssünder in der Regel sofort anhält und belehrt, will der Kreis mit seinen Kontrollen einen "Flächendruck" erzeugen. Leisering: "Man muss immer mit uns rechnen."

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Die Gefahr, erwischt zu werden, lauert nicht nur bei den kreisweit 15 stationären Geschwindigkeitskontrollen – in Hückeswagen gibt es "Starenkästen" in Kammerforsterhöhe (B 237) und bei Uhlemannssiepen (K 1). Im Einsatz sind überdies vier Mitarbeiter des Kreises, die mit den mit spezieller Fototechnik ausgestatteten Wagen täglich im Kreisgebiet im Einsatz sind. Selbst am Wochenende und an Feiertagen muss mit ihnen gerechnet werden. Allerdings sind dann nicht alle vier unterwegs.

Mitunter kooperiert die Geschwindigkeitsüberwachung des Kreises auch mit der Polizei. An Wochenenden etwa gibt's Schwerpunkt-Kontrollen vornehmlich im Bereich von Diskotheken. Und während die Kreismitarbeiter normalerweise allein unterwegs sind, sitzt bei solchen Gelegenheiten noch ein Kollege mit im Auto. "Das ist zur Sicherheit", verweist der Leiter der Bußgeldstelle auf die zunehmende Aggressivität der Verkehrsrowdys. "Manchmal ist eine Kollegin mit dabei; die wirkt dann deeskalierend", hat Leisering festgestellt.

Schwerpunkt der ertappten "Sünder" in Hückeswagen ist Kammerforsterhöhe: Im August wurde dort ein "Starenkasten" installiert, "und momentan bekommen wir viele Bilder von dort rein", sagt Leisering. Dabei sollte die "Blitze" inzwischen längst bekannt sein, und gut zu sehen ist sie auch.

Mehr als ein Dutzend Autos tappen in nur 30 Minuten an diesem Morgen in die Radarfalle an der Rader Straße. "Richtige Raser" sind jedoch dieses Mal nicht dabei.

(RP)