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Grevenbroich: Stadt bietet niedrige Preise für Häuslebauer

Grevenbroich : Stadt bietet niedrige Preise für Häuslebauer

Baugrundstücke und Eigenheime gibt's in Grevenbroich günstiger als in anderen Städten im Kreis – die Stadt sieht das als großen Vorteil.

Baugrundstücke und Eigenheime gibt's in Grevenbroich günstiger als in anderen Städten im Kreis — die Stadt sieht das als großen Vorteil.

Gute Nachrichten für Häuslebauer: Bauland und neue Eigenheime sind in Grevenbroich günstig zu haben — und oft preiswerter als in anderen Städten im Kreis. Das geht aus einem aktuellen Preisspiegel hervor, den die Bausparkasse LBS vorgelegt hat. Im Landesvergleich ist für die Realisierung des Eigenheim-Traums aber überdurchschnittlich Geld nötig: Der häufigste Angebotspreis für ein neues Reihenhaus liegt bei 235 000 Euro (zwei Prozent mehr als 2012), im NRW-Durchschnitt bei nur 198 000 Euro. Für das gebrauchte Reihenhaus beträgt der Wert wie im Vorjahr 180 000 Euro, 21 000 Euro mehr als im Landesschnitt.

Seit vielen Jahren erstellt die LBS eine Übersicht über die Immobilienpreise — "aufgrund aktueller Marktabfragen bei Immobilienberatern und der Sparkassen", wie Sprecher Christian Schröder erläutert. Dabei schneidet die Schlossstadt im Vergleich zu anderen Städten im Kreis für Kaufinteressierte gut ab. Ein Beispiel: In Dormagen liegt der häufigste Angebotspreis für das Einfamilien-Reihenhaus mit 100 Quadratmetern Fläche in mittlerer bis guter Wohnlage bei 250 000 Euro, auch Korschenbroich (255 000), Kaarst (275 000), Meerbusch (295 000) und Neuss (275 000) liegen über dem Grevenbroicher Wert von 235 000 Euro.. Ähnlich sieht es bei Baugrundstücken aus, in Grevenbroich liegt der Wert im Schnitt bei 240 Euro — ebenfalls niedriger als in den anderen Städten (Dormagen 260, Neuss 325 Euro). Deutlich preiswerter sind Grundstücke dagegen in Jüchen (200 Euro). "Die Bauland- und Eigenheimpreise sind in Grevenbroich in Ordnung, aber es ist vor allem in der Innenstadt schwierig, passende Baugrundstücke zu finden", erläutert Heinrich Ostendorf, Immobilienberater in Grevenbroich.

"Bei Immobilienpreisen zählt vor allem die Lage. Grevenbroich liegt in der Randzone der Ballungszentren Düsseldorf und Köln sowie an der Grenze zum ländlichen Raum", begründet Ralf Müller vom städtischen Planungsfachbereich das "günstige Preisgefüge". Das sieht er als Vorteil: "Es ermöglicht Hausbauern oder Käufern, günstig Eigentum zu erwerben und hier Bürger zu werden", so Müller. "Damit ziehen auch viele junge Familien hierhin. Und dadurch lasten wir unsere Infrastruktur — etwa Kindergärten und Schulen — besser aus, außerdem steigt der Altersdurchschnitt der Bevölkerung nicht so stark."

Die Stadt hat bei vielen Projekten bewusst auf preiswertes Bauland gesetzt: Im Gebiet der Entwicklungsmaßnahme Kapellen kostete der Quadratmeter im zweiten Abschnitt 210 Euro, der Richtwert dort liegt mit 240 Euro höher. Allerdings sind nur noch sehr wenige Flächen zu haben. Im Neubaugebiet am Glockenstrauch in Frimmersdorf — dort kooperiert die Stadt mit RWE Power — liegt der Quadratmeterpreis laut Müller sogar bei nur 130 Euro. Der erste Abschnitt ist vermarktet, ein weiterer mit 25 Grundstücken geplant. Ende 2013 soll in Neuenhausen die Erschließung des Neubaugebiets an der Königslindenstraße mit 36 Grundstücken starten, der Richtwert dort liegt bei 180 Euro.

(NGZ)