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Grevenbroich: CDU spricht sich für Gemeinschaftsschule aus

Grevenbroich : CDU spricht sich für Gemeinschaftsschule aus

In Grevenbroich soll keine zweite Gesamtschule errichtet werden. Dafür hat sich die CDU-Fraktion im Rahmen ihrer Klausurtagung zum Haushalt 2011 ausgesprochen. Stattdessen wollen die Christdemokraten die von der rot-grünen Landesregierung favorisierte Gemeinschaftsschule. "Sie birgt Vorteile", meint Vorsitzender Norbert Gand. Für ihn wichtig: "Für diese Schulform müssen keine Neubauten errichtet werden. Damit sparen wir Haushaltsmittel."

Bürgermeisterin Ursula Kwasny und Schuldezernent Michael Heesch haben bereits am nächsten Dienstag einen Termin bei der Bezirksregierung. Beide wollen in Düsseldorf dafür werben, dass Grevenbroich einer von 50 Standorten für das Modellprojekt Gemeinschaftsschule in NRW wird. "Danach werden wir wissen, ob wir eine Option vom Land bekommen werden", sagt Schulausschussvorsitzende Irmintrud Berger. Sie weiß: "Alle vier Schulen, die in Grevenbroich für dieses Modell in Betracht kommen – die beiden Real- und die beiden Hauptschulen – haben ihr Interesse bekundet, eine Gemeinschaftsschule zu gründen." Sollte Grevenbroich einen positiven Bescheid erhalten, könne noch im März ein Arbeitskreis einberufen werden, in dem sich die Ratsfraktionen zur Gemeinschaftsschule positionieren. Die SPD hat sich bereits dafür ausgesprochen.

Die Vorteile aus CDU-Sicht: "Eine Gemeinschaftsschule bietet Unterricht für alle Schüler der Klassen fünf bis zehn. Für die Sekundarstufe II könnte mit einer anderen Schule kooperiert werden – etwa mit dem Berufsbildungszentrum", erklärt die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Heike Troles. Zudem würde die Gemeinschaftsschule mehr Lehrer und kleinere Klassen mit 23 bis 25 Schülern bieten. "Ich denke, dass sich in diesem Modell jede Partei mit ihrem Programm wiederfinden kann", meint Fraktionsvorsitzender Gand.

Erhält Grevenbroich aus Düsseldorf grünes Licht für das Pilotprojekt, sei bereits Ende März ein Grundsatzbeschluss im Schulausschuss möglich, überlegt Irmintrud Berger: "Dieser könnte dann dem Rat am 14. April vorgelegt werden. Danach können sich die Vertreter der in Frage kommenden Schulen und der Verwaltung mit dem pädagogischen Konzept auseinander setzen." Anschließend könne die Elternbefragung beginnen.

Zur Frage, welche Schulen nach ihrer Ansicht für das Projekt in Frage kommen sollen, wollen sich die CDU-Vertreter noch nicht äußern. Zunächst soll das Gespräch mit der Bezirksregierung Düsseldorf abgewartet werden.

(NGZ)