Fußball-Bezirksliga Punkteteilung nach einer turbulenten Nachspielzeit

Kevelaer · Kevelaerer SV und SV Rindern trennen sich vor rund 100 Zuschauern nach einem schwachen Spiel mit spätem Unterhaltungswert leistungsgerecht 2:2.

Wechselbad der Gefühle: Rinderns Trainer Christian Roeskens.

Wechselbad der Gefühle: Rinderns Trainer Christian Roeskens.

Foto: Markus van Offern (mvo)

So kann’s gehen. Da hatten rund 100 Zuschauer auf der Sportanlage Scholten ein eher mäßiges Bezirksliga-Spiel gesehen. Nach 90 Minuten stand es leistungsgerecht 1:1, alle Beteiligten warteten nur noch auf den Abpfiff von Schiedsrichter Ömer Yildirim. Dann brach die Nachspielzeit an, die doch noch für einen unterhaltsamen Fußball-Nachmittag inklusive Gesprächsstoff sorgen sollte. Zunächst wollte Rinderns Keeper Bjarne Janßen einen harmlosen Ball aufnehmen, geriet aber nach einem leichten Schubser aus der Balance. Nutznießer war der eingewechselte Kevelaerer Angreifer Max Wohlfahrt, der zum vermeintlichen Siegtreffer einschob (92.). „Ich hatte die Situation schon abgehakt, als der Ball plötzlich im Tor lag. Da habe ich nur gedacht, dass man so viel Pech gar nicht haben kann“, sagte Rinderns Trainer Christian Roeskens.

Doch nur 120 Sekunden später sollte sich seine Gefühlslage schon wieder komplett ändern. Nach einem letzten Flankenschlag der Gäste ließ der Kevelaerer Keeper Leonard Streithoven den Ball aus den Händen gleiten. Rinderns Joker Lennart Plum ließ sich nicht zweimal bitten und traf humorlos zum 2:2-Endstand. Danach war sofort Schluss, nach 94 Minuten griff Yildirim zum letzten Mal zu seiner Pfeife. „Unter dem Strich ein gerechtes Ergebnis nach einem schwachen Spiel. Ich bin froh, dass wir offenbar wieder das nötige Glück auf unserer Seite haben“, so Roeskens.

In der torlosen ersten Hälfte hatten die Zuschauer nur eine Torchance gesehen. Diese hatte es aber in sich. Nach einer Viertelstunde brachte Rinderns Philipp Roosen das Kunststück fertig, aus ganz kurzer Distanz den Torhüter anzuschießen. Der Rest ist schnell erzählt. In der 47. Minute war der SV Rindern mit den Gedanken wohl noch in der Kabine, als Michael Changezi das 1:0 für den Gastgeber erzielte. Anschließend erhöhten die Gäste nach und nach den Druck und wurden in der 77. Minute belohnt. Erik Janßen traf nach einer Flanke aus dem Halbfeld zunächst nur den Pfosten, verwertete den Abpraller aber gedankenschnell zum Ausgleich. Alles sprach für ein Standard-Unentschieden, ehe die Nachspielzeit begann.

Kevelaerer SV: Streithoven – Flintrop, Quarta, Linßen, Changezi (68. Minor), Hacks, Bühner (65. Wohlfahrt), Schax, Heyer (66. Schaap), Hölzle, Wassen.

SV Rindern: B. Janßen – Hildebrandt, Klösters (46. Zwartjes), Müller (67. Plum), Tissen, Ukaegbu, Roosen, Thurau, E. Janßen, Boßmann (46. Langenberg), Kadriu.

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