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Geldern: Spargel und altes Handwerk

Geldern : Spargel und altes Handwerk

Ein Markt mit 50 Ständen und der bunte Spargelumzug lockten gestern wieder viele Besucher nach Walbeck. Die Gäste konnten den ganzen Tag über viele einheimische Produkte kaufen.

Traditionelle Handwerkskunst und allerlei Wissenswertes rund um das weiße Edelgemüse gab es gestern beim traditionellen Handwerker- und Spargelmarkt zu erfahren. In rund 50 Ständen präsentierten Handwerker ihre Arbeiten und ließen sich über die Schulter schauen. Höhepunkt des Markts war der Umzug mit Spargelprinzessin Anita Janßen I., den ehemaligen Prinzessinnen und den traditionell gekleideten Spargelstecherinnen.

Wencke (14) aus Veert und ihre Walbecker Freundinnen Eva-Lena und Lea (beide 13) warten schon lange vor dem Umzug am Bergsteg auf die Prinzessin. Die drei mögen Spargel, "am Liebsten mit Kartoffeln und Sauce Hollandaise", sagt Lea während der Zug

Papier aus Spargelfasern

Marga Jentges aus Geldern stellt Einzelstücke her und zeigt den Besuchern, wie Teddybären gemacht werden. Wie sich Papier aus Spargelfasern herstellen lässt, zeigten die Brüder Sebastian und Benedikt Keuck. Dazu werden mit einem feinen Sieb die zusammen mit einem Brei aus Zellstoff, Farbe und Wasser schwimmenden Spargelfasern aus einem großen Kübel abgeschöpft und getrocknet. Als Urenkel des Spargelmajors Walther Klein-Walbeck, dem Gründer des Spargelbaus in Walbeck, lieben sie das Gemüse ganz besonders.

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Königin Silvia beim Eier legen zuschauen konnten die Besucher bei der Imkerei Spolders. Allerdings handelte es sich bei dieser Königin um eine Biene. Am Stand der Steprather Mühle gab's eine Kostprobe Schmalzbrot. Nebenbei konnten sich die Schaulustigen erkundigen, wie Korn gemahlen wird. Gaby Hasselmann aus Sonsbeck erklärte, wie "Blaudruck" funktioniert und stellte ihre Arbeiten aus.

Selbstgemachtes aus Holland präsentierten Dini Rouwerhorst und ihr Mann. In traditioneller Kleidung fielen die beiden mit ihren Produkten besonders auf. Bei kalter Buttermilch, dazu ein Stück Rosinenbrot mit selbstgemachter Butter ließen es sich die Besucher gut gehen, während Dini weiter an ihren Socken strickte.

Wozu Bienen ein Hotel benötigen und warum man auch Fledermäusen mit Nisthilfen etwas Gutes tun kann, erklärte Wilhelm Hedfeld aus Alpen. Eine Erfindung aus Issum, heute allerdings überholt und nicht mehr im Einsatz, zeigte Willy Bouten: eine Erdtopfpressmaschine. "Damit wurden früher Sämlinge kultiviert", so der Betreiber eines eigenen Gartenbetriebs über das 50 Jahre alte Gerät. Beim Steinmetz nebenan durften die Besucher des Handwerkerrmarktes selbst Hand anlegen und mit Unterstützung von Roland Trogemann mal am Tuffstein hämmern.

(RP)