Es geht weiter aufwärts

Der SV Straelen setzt sich zu Hause verdient 2:1 (2:0) gegen Turu Düsseldorf durch. Allerdings musste Torwart Marian Gbur in der 90. Minute noch einen Elfmeter abwehren.

Es gibt noch Premieren im weit fortgeschrittenen Kalenderjahr: Erstmals hat der SV Straelen in der Niederrheinliga zwei Spiele in Folge gewonnen. Das 2:1 (2:0) über Turu Düsseldorf war ein verdienter Drei-Punkte-Erfolg, auch wenn die Grün-Gelben in der allerletzten Minute noch einmal kräftig durchpusten mussten. Torwart Marian Gbur wehrte in der 90. Minute einen Foulelfmeter gegen Hassan Nouhnou ab.

Es wäre ein unverdienter Zähler für die Gäste gewesen, die nur 20 Minuten in der zweiten Halbzeit sichtbar um ein Erfolgserlebnis bemüht waren. Über den Rest der Spielzeit dominierte der Tabellendritte aus Straelen die Partie. Trainer Horst Kucharz lobte besonders die läuferische Leistung seiner weiterhin dezimierten Mannschaft, und in der ersten Halbzeit war stellenweise sogar so etwas wie Spielwitz zu erkennen.

Thönes und Pütters zum 2:0

Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten die Hausherren das Geschehen fast durchweg in die Hälfte der Düsseldorfer verlagern. Die Belohnung folgte in einem Doppelschlag vor der Pause. Über Kürsat Eyril und Niklas van Houdt landete der Ball bei Danny Thönes, der aus halblinker Position mit rechts überlegt ins lange Eck schlenzte (37.). Schon kurz darauf erzielte Thomas Pütters sein 15. Saisontor; bedanken durfte er sich bei Dennis Lüfkens für dessen akrobatische Ablage (40.).

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Durch Umstellungen in der Viererkette kam vorübergehend Unruhe in die Straelener Defensive. Kapitän Ronny Ernst blieb grippegeschwächt zur Halbzeit in der Kabine, SVS-Coach Kucharz musste später Marc Peters rotgefährdet vom Feld nehmen. Die Neuen auf den Außenpositionen, Simon Roemgens und Lukas Vengels, benötigten kurze Zeit sich einzustellen. Diese Chance nutzten die Düsseldorfer, um Druck zu erzeugen und den Anschlusstreffer zu erzielen. Nach einem weiten Flankenball hämmerte Fatih Duran den Ball volley unter die Latte (62.).

Die Straelener bekamen die Partie daraufhin wieder in den Griff und erstickten die Angriffsversuche der Gäste mit gutem Stellungsspiel im Keim. Zu gefährlichen Kontern waren sie allerdings nicht mehr in der Lage. Überraschend kam dann der Elfmeterpfiff: Der aufgerückte Innenverteidiger Farid Loukil köpfte nach einer Flanke erst gegen den Pfosten, nach dem Abpraller kam er im Zweikampf gegen Kürsat Eyril zu Fall. Der Schiedsrichter zögerte keine Sekunde. "Ein Elfmeter, den man geben kann", so Turu-Coach Michael Habermann; die Straelener waren naturgemäß anderer Meinung. Egal: Marian Gbur machte daraus eine Randnotiz.

(RP)