Erkelenz: Mirós Werke als inspirierende Vorlagen

Erkelenz: Mirós Werke als inspirierende Vorlagen

Die Schüler der Hetzerather Grundschule präsentierten die Ergebnisse der Projektwoche unter dem Motto "Kunst(t)räume". Die Drittklässler orientierten sich mit ihren Arbeiten am spektakulären Lebenswerk von Joan Miró.

Seine frühen Werke weisen deutliche Einflüsse des Kubismus auf, die katalanische Volkskunst seiner Heimat diente ihm oft als Vorbild: Der berühmte spanische Maler, Bildhauer, Grafiker und Keramiker Joan Miró (1893 bis 1983) hat Einzug gehalten in die Hetzerather Grundschule.

Während der Projektwoche, die unter dem bezeichnenden Motto "Kunst(t)räume" stand, orientierten sich die Drittklässler am spektakulären Lebenswerk des bekannten Vertreters der Klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Mirós fantasievolle Motive dienten den jungen Nachwuchskünstlern unter der fachkundigen Anleitung ihrer Klassenlehrerin Sigrid Kronenburg als inspirierende Vorlagen. Aus Toilettenpapierrollen und bemalten Pappkartons entstand in der fünftägigen Projektphase unter anderem "Robo, der Roboter" à la Miró.

Insgesamt 105 Hetzerather Grundschüler nahmen an dem ungewöhnlichen Kunstprojekt teil. Alle zwei Jahre findet am Teilstandort der Erkelenzer Luise-Hensel-Schule - die Zusammenlegung fand Anfang Februar 2011 statt - eine Projektwoche statt. Das Thema legen die Lehrer fest.

"Hundertwasser erleben" hatten sich die Kinder aus der vierten Klasse zum Ziel gesetzt. Lehrerin Kira Hecker machte sie bekannt mit dem österreichischen Maler (1928 bis 2000), der auch in den Bereichen Architektur und Umweltschutz tätig war und dessen bürgerlicher Name Friedrich Stowasser lautete - das slawische Wort "sto" bedeutet "hundert". Als überzeugter Gegner der geraden Linie und jeglicher Standardisierung fallen seine ungewöhnlichen Baukunstwerke noch heute ins Auge. Die Hetzerather Grundschüler bauten sie nach, setzten sich mit dem Lebenswerk Hundertwassers auseinander.

Farbenprächtige Schmetterlinge entstanden in der ersten Klasse unter der Anleitung der Lehrerin Constanze Hütten. Die bunten Falter wurden ausgeschnitten, bemalt und beklebt. Aus alten Zeitungspapier ließen die kleinen Projektteilnehmer sogar dreidimensionale Schmetterlinge entstehen. Auch Muffinförmchen kamen dabei zum Einsatz - sie dienten als Vorlage.

Experimentierfreudig zeigten sich die Schülerinnen und Schüler der zweiten Klasse. "Jetzt wird's bunt" kündigten sie an. Lehrerin Sonja Konietzko wies sie in die Grundlagen der digitalen Fotografie ein, leitete sie an zu außergewöhnlichen Experimenten mit Rasierschaum und Seifenblasen. Dabei erfuhren die kleinen Künstler, wie sich Farben verändern oder beschäftigten sich mit den Grundfarben.

Beim Präsentationstag zeigte sich Schulleiterin Ulrike Neuenhofer begeistert von den kreativen Ergebnissen der Projektwoche. "Hier sind tolle Objekte entstanden, einfach schön."

(cb)