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Solingen: An Grundschule Bünkenberg entstehen Kunstwerke "Hand in Hand"

Projekt an Solinger Grundschule : Kunstwerke entstehen „Hand in Hand“

Die Solinger Grundschule Bünkenberg präsentiert die Ergebnisse eines ­Projektes unter der Leitung der ­Künstlerin Susanne Müller-Kölmel.

Im Rahmen des Landesprogramms „Kultur und Schule“ unterstützt die Landesregierung NRW Schulen dabei, Kinder und Jugendliche an kulturelle Bildung heranzuführen und früh einen Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen – unabhängig vom familiären und sozialen Hintergrund. Kulturschaffende aller Sparten können Projektvorschläge einreichen, die von einer unabhängigen Jury geprüft und ausgewählt werden.

Die Künstlerin Susanne Müller-Kölmel, Vorsitzende des Vereins Solinger Künstler, erhielt in diesem Jahr den Auftrag für ihr Projekt „Hand in Hand – gemeinsam gut leben (Mensch und Natur)“, konzipiert für eine 4. Klasse der Grundschule Bünkenberg in Widdert.

Im Rahmen einer besonderen Projektwoche konnten die 26 Mädchen und Jungen der Klasse 4 jeden Tag in zwei Gruppen abwechselnd im Atelier arbeiten. Um die künstlerische Arbeitsatmosphäre zu schaffen, hatte Susanne Müller-Kölmel kurzerhand einen gerade nicht benötigten Klassenraum der Schule in ein Künstleratelier umfunktioniert. Die Tische wurden mit Planen abgedeckt und auf dem Fußboden einzelne Arbeitsplätze markiert. Arbeitsmaterialien standen bereit für das umfangreiche Projekt.

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Die Kinder starteten mit der Projektion von Schattenfiguren. Das Licht einer Taschenlampe auf einer weißen Projektionsfläche zauberte Tiermotive  an die Wand. „Schon dieser erste Schritt ermöglichte nonverbale Kommunikation, die besonders für den neuen Mitschüler aus der Ukraine wichtig war und auch ihn für das Kunstprojekt begeisterte“, erzählt  die Projektleiterin. 

Nachdem sich alle Schüler für  ihr schönstes Schattenmotiv entschieden hatten, wurde es zum Ausgangspunkt der weiteren künstlerischen Arbeit. Die Schüler skizzierten Lieblingsmotive aus Flora und Fauna  und füllten damit ihr Bildformat. Dann erfolgte der für die Kinder spannendste Schritt. Müller-Kölmel übertrug die Tiermotive vergrößert auf dünne Holzplatten und sägte sie aus. Die großen unregelmäßigen Formate waren  nun Bildgrund für die vorher angelegten Naturskizzen. Anschließend wurde alles – nach verschiedenen Farbübungen – bunt angemalt.

„Das Malen hat am meisten Spaß gemacht“, so die einhellige Meinung der Kinder, die ihre Arbeitsergebnisse präsentieren. „Mit Acrylfarbe hatten wir vorher noch nie gemalt. Und ich habe gelernt, wie man Farbverläufe macht. Das war toll,“ erklärt ein Schüler und zeigt stolz sein Werk.

Als Höhepunkt des Projekts werden die Einzelwerke der Schülerinnen und Schüler bis zu den Sommerferien nebeneinander am Zaun der Grundschule präsentiert. Zur Straße hin, damit auch die vorübergehenden Passanten und Autofahrer das gelungene Projektergebnis betrachten können. „Die Projektarbeit mit einer Künstlerin  ist für die Kinder ein besonderes Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen werden. Es kann auf ganz besondere Weise die Faszination für Kunst entwickeln und stärken,“ bestätigt die Klassenlehrerin der Klasse 4, Daniele Acha Sans, und ergänzt: Das sei auch der Grund, warum die Rektorin der Schule, Susanne Klinkow, gerne dieses Angebot der Bezirksregierung nutze. „Es ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung der Kinder mit Kunst und Kultur ohne Leistungs- und Notendruck.“