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Erkelenz: Erkelenzer Tafel zieht in neue Räume

Erkelenz : Erkelenzer Tafel zieht in neue Räume

Die von Händlern gespendeten Lebensmittel werden in Erkelenz ab Januar an der Krefelder Straße 5 a ausgegeben. Zum Jahreswechsel bezieht die Tafel neue Räume, weil ihre jetzigen für die neue Klimaschutzsiedlung abgerissen werden.

Etwa 500 Kunden werden zurzeit Woche für Woche von der Erkelenzer Tafel mit Lebensmitteln versorgt, die sie sich sonst nicht leisten könnten. Tendenz steigend. Organisiert wird die Tafel von Ehrenamtlichen. 30 sind es aktuell. Mitarbeiter wie Kunden müssen sich im neuen Jahr umorientieren, denn die Erkelenzer Tafel erhält an der Krefelder Straße 5 a neue Räume.

Der Verein, der sich die Versorgung von Bedürftigen mit Lebensmitteln zur sozialen Aufgabe gestellt hat, muss seine bisherigen Räume am Bauxhof aufgeben, weil dort die neue Erkelenzer Klimaschutzsiedlung entsteht. Glücklich informierte deshalb gestern Manfred Fröhlich, der Vorsitzende der Tafel, dass nach längerer Suche nun passende Räume gefunden seien.

Auf einer Grundfläche von 200 Quadratmetern kann sich die Tafel neu ausrichten. Platz für einen Gefrier- und Kühlraum ist ebenso ausreichend vorhanden wie für ein großes Lager, ein Büro und einen Ausgaberaum. "Alle Räume sind miteinander verbunden, was aus unserer Sicht sehr hilfreich für unsere Arbeit ist", sagte Fröhlich. Die Räume liegen im Souterrain. Lediglich eine Treppe sei dorthin zu bewältigen: "Die Situation ist so, wie wir sie auch bisher gewohnt sind."

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Gemeinsam mit der Stadt Erkelenz werden die Räume an der Krefelder Straße angemietet. Seit feststand, dass die Erkelenzer Tafel den Bauxhof würden verlassen müssen, hatte Bürgermeister Peter Jansen erklärt, dass die Stadt bei der Suche nach geeigneten Räumen und deren Finanzierung helfen werde. Fröhlich erklärte dazu am Dienstag: "Bürgermeister Peter Jansen und Erster Beigeordneter Dr. Hans-Heiner Gotzen haben uns so unterstützt, wie uns immer versprochen wurde. Sie haben mit für eine weiterhin gute Unterbringung der Tafel gesorgt. Wir bei der Tafel sind alle stolz, so von der Stadt unterstützt zu werden, zumal sie auch die Mietkosten übernimmt."

Montags und donnerstags zwischen 14 und 15.30 Uhr gibt die Tafel Lebensmittel aus, die Händler gespendet haben. 150 Ausweise für Berechtigte sind in Erkelenz derzeit vom Sozialamt und Jobcenter ausgestellt. Manche Kunden kommen einmal pro Woche, andere zweimal, manche kommen für eine Person, andere für eine ganze Familie. "Für 500 Kunden geben wir so pro Woche Lebensmittel aus", erklärte Manfred Fröhlich, der aufgrund der steigenden Flüchtlingszahl von derzeit steigenden Kundenzahlen bei der Tafel berichtet.

Den 30 Ehrenamtlichen steht ein stressiger Dezember bevor. Die Tafel hat entschieden, zwischen Weihnachten und Neujahr umzuziehen. Der Dezember dient der Vorbereitung der neuen Räume. "Wir wollen Weihnachten noch am Bauxhof verbringen, da wir ab November immer ein besonders hohes Aufkommen an Kunden haben und dann immer auch besonders viele Waren gespendet werden. Außerdem laufen in der Adventszeit bei uns die Weihnachtspäckchenaktion und andere Kooperationen mit Schulen, Kindergärten und dem Kaufhaus Martini. Einen Umzug würden wir zusätzlich nicht leisten können", sagte Manfred Fröhlich. Apropos "leisten können": "Für den Umzug könnten wir noch gut Spenden gebrauchen."

Eröffnet werden sollen die neuen Räume in der ersten Januarwoche.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Unterwegs mit der Tafel in Mönchengladbach

(RP)