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Erkelenz: Zahngesundheit bei Katze und Hund in Tierarztpraxis Kolbig

In der Tierarztpraxis Kolbig liegt ein Schwerpunkt auf Zahnbehandlungen : Zahngesundheit bei Katz und Hund

Tierärztin Korinna Kolbig zeigt mittels moderner Diagnostik Zahnprobleme bei Tieren auf und behandelt diese.

Die Tierhalter wissen oftmals gar nicht, dass ihr Schützling an einer Zahnkrankheit leidet. Dies stellt Tierärztin Korinna Kolbig immer wieder fest. Ein Grund liegt darin, dass die Katzen oder Hunde auch trotz Schmerzen weiterhin fressen – sie haben keine Möglichkeit, auf ihr Problem aufmerksam zu machen. Dabei sind es je nach Tier unterschiedliche Krankheiten, die vorliegen und die die Ärztin mittels moderner Diagnostik ermittelt. Behandlungen führt sie ebenso in ihrer Praxis durch.

Korinna Kolbig approbierte 1997 und war mehr als 20 Jahre lang als angestellte Tierärztin in Tierarztpraxen und Tierkliniken beschäftigt. Mit der Kleintierpraxis hat sie sich am 3. Februar dieses Jahres selbstständig gemacht. Fast alle Tierärzte bieten in irgendeiner Form Zahnbehandlungen an, sagt sie. Sie selbst hat in den vergangenen zehn Jahren rund 200 Fortbildungsstunden in das Thema Zahnheilkunde investiert und es stellt entsprechend einen Schwerpunkt ihrer Praxistätigkeit dar. „Bei Zähnen sehen wir nur das obere Drittel und ohne Röntgen kann man nichts machen“, beschreibt sie die Ausgangssituation. Anhand von Fotografien verdeutlicht sie die Problematik, die bei den Katzen vorherrscht: Hier heißt die Diagnose meist Resorptive Läsionen, die zu einer zunehmenden Aushöhlung des Zahns führt – mit dem bloßen Auge war die Krankheit bei diesem tierischen Patienten nicht zu erkennen. Nachdem die Ärztin die digitalen Röntgenaufnahmen anfertigte und an einem Backenzahn Zahnstein entfernte, war das Loch im unteren Bereich der Zahnkrone gut zu sehen. Auch bei einem weiteren, scheinbar gesunden, Zahn, wurde so eine Schädigung sichtbar. Trotz damit einhergehender Schmerzen fressen die Tiere, betont Korinna Kolbig, dabei sei aber Karies extrem selten. Wo die Krankheit Resorptive Läsionen herkommt, sei weltweit nicht genau bekannt. Weibliche und männliche Katzen aller Rassen, Zootiere und auch Wildkatzen haben sie. Selbst bei ägyptischen Katzen von vor 4000 Jahren sei sie festgestellt worden. Und Drei- oder Vierjährige seien von ihr bereits betroffen. Das Ziehen des Zahns stellt hierbei eine Behandlungsmöglichkeit dar.

Bei Hunden hingegen findet die Tierärztin oft entzündetes Zahnfleisch sowie gelockerte Zähne aufgrund von Zahnfleischentzündung und damit einhergehendem Knochenschwund vor. Eine Ursache liegt darin, dass bei den vorderen Backenzähnen ein gewisser Reinigungserfolg durch das Kauen auch von Zahnpflegeartikeln oder zahnfreundlichem Futtermittel da ist, die vorderen Schneide- und Eckzähne sowie hinteren Reißzähne jedoch zu wenig benutzt werden. Vor allem Letztgenannte machen entsprechend Probleme. Ein wichtiges Mittel, um Zahngesundheit zu erhalten, sei bei Hunden das Zähneputzen, betont die Tierärztin. Auch vorbeugend. „Der Zahnstein baut sich in Schichten auf, wobei ein Biofilm zugrunde liegt“, erläutert sie, „den löst man durch tägliches Zähne putzen auf.“ Am besten sei es, auch schon beim Welpen zunächst mit den Fingern zu üben. Im Anschluss ist Zähneputzen mit weicher Zahnbürste und spezieller Hundezahnpasta ratsam. Hat sich bereits Zahnstein gebildet, könne er Entzündungen von Zahnfleisch oder Knochen sowie in weiterer Folge sogar Herz- und Nierenprobleme verursachen und damit die Lebensdauer des Tieres um bis zu anderthalb Jahre verkürzen. Eine Behandlung erfolgt, wenn das Tier – nach Verabreichung eines Beruhigungsmittels – in Vollnarkose versetzt wurde. Dann röntgt die Tierärztin die Zähne, entfernt mit einem Ultraschallgerät Zahnstein, poliert im Anschluss Unebenheiten der Zahnoberflächen, tastet mit einer Sonde alle Zähne auf Zahnfleischtaschen ab und reinigt diese. Bis zur Zahnentfernung reicht das Behandlungsspektrum, mit dem sie die Gesundheit des Tieres wiederherstellt.

Am 3. Februar hat Korinna Kolbig ihre Kleintierpraxis an der Theodor-Heuss-Straße 17 in Erkelenz eröffnet. Die Praxis ist telefonisch unter 02431 9485432 oder per E-Mail an info@kleintierpraxis-kolbig.de erreichbar. Behandelt werden alle möglichen tierische Patienten – vom Vogel, Frettchen, Chinchilla, Meerschweinchen und Kaninchen bis zu Katze und Hund.

www.kleintierpraxis-kolbig.de