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Tafel Erkelenz hat zweites Kühlhaus geschenkt bekommen

Keine Folgen von Hamsterkäufen : Erkelenzer Tafel bekommt zweites Kühlhaus

Um mehr Reserven zu lagern, kann die Erkelenzer Tafel ein zweites Kühlhaus einsetzen. Trotz Coronavirus-Krise ist die Spendenbereitschaft weiterhin hoch.

Keine Folgen von Hamsterkäufen, zu denen es aufgrund der Coronavirus-Krise im Kreis Heinsberg zeitweise gekommen war, spürt die Tafel in Erkelenz. Sie kann weiterhin pro Woche bis zu 420 bedürftige Menschen mit Lebensmitteln versorgen, die vor allem von Supermärkten und Discountern gespendet werden. „Corona macht uns keine Sorgen“, sagt Manfred Fröhlich, Vorsitzender der Tafel mit Sitz an der Krefelder Straße. „Uns werden bisher weiterhin ausreichend frische Waren und Konserven gespendet. Zwar weniger, aber nicht massiv weniger.“ Die Tafel hat entsprechend weiterhin geöffnet.

Fröhlich spricht ein „Kompliment an unsere Märkte aus, die uns so gut unterstützen“. So könne die Tafel immer auch auf Reserven zurückgreifen. „Im Kühlhaus und im Lager haben wir stets etwas, so dass im Notfall einige Ausgabetage überstanden werden könnten“, berichtet Fröhlich. Außerdem tauschen sich die Tafeln untereinander aus, wodurch Engpässe überstanden werden könnten. Dazu sagt Manfred Fröhlich: „Warentausch findet zum Beispiel mit Mönchengladbach statt, wofür wir sehr dankbar sind, wie auch mit den Tafeln in Geilenkirchen und Hückelhoven.“

Neue Lagerkapazitäten hat die Erkelenzer Tafel gerade erst geschaffen. Am vergangenen Samstag wurde ein zweites Kühlhaus geliefert und aufgebaut. Dieses war dem Verein gebraucht gespendet worden, worüber sich Fröhlich ebenfalls sehr freut: „Das versetzt uns in die Lage, im Sommer, der in den vergangenen Jahren zunehmend lang und heiß gewesen ist, mehr gespendete Lebensmittel länger aufzubewahren.“ Auch in der aktuellen Coronavirus-Situation dürfte die neue Anlage, die derzeit hochgefahren wird, gute Dienste leisten.