Fußball : Elf Punkte Vorsprung

Mit einem 1:0 gegen Siegfried Materborn hat Bezirksliga-Tabellenführer RSV Praest den nächsten Schritt in Richtung Meisterschaft gemacht. In einem schwachen Spiel schoss Patrick Gottschling das Tor des Tages.

Fußball-Bezirksligist RSV Praest zieht an der Tabellenspitze weiter einsam seine Kreise. Nach dem gestrigen 1:0 (1:0) gegen Siegfried Materborn hat der Titelaspirant jetzt elf Punkte Vorsprung auf den SV Krechting, der sich mit einem 5:0 gegen den Hamminkelner SV auf Platz zwei verbesserte. Dennoch war Trainer Roland Kock ganz und gar nicht mit der Vorstellung seiner Mannschaft einverstanden: "Wir haben ein ganz schwaches Spiel gezeigt und überhaupt nicht zu unserem Rhythmus gefunden. Unter dem Strich zählen nur die drei Punkte."

Der Gastgeber hatte von Anfang an einige Probleme. Der Materborner Trainer Marco Schacht hatte seine Mannschaft sehr gut eingestellt. Siegfried stand gut gestaffelt in der Defensive und machte die Räume geschickt eng.

Und der Gegner scheute auch nicht davor zurück, Zweikämpfe der Marke rustikal zu führen. Das sollte in der Anfangsphase insbesondere Fais Almami zu spüren bekommen. Gleich vier Mal wurde der Techniker sehr unsanft von den Beinen geholt. Danach tauchte er unter. Aber auch der Rest der Mannschaft ließ die spielerische Klasse aus den Vorwochen vermissen.

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Zweikämpfe der Marke rustikal

Zwar war der RSV Praest im heimischen Volksbank-Stadion optisch überlegen. Doch im Spiel des Tabellenführers fehlten die Überraschungsmomente, um den Gegner ernsthaft in Verlegenheit bringen zu können. Dennoch fiel in der 43. Minute der Praester Führungstreffer. Patrick Gottschling stoppte den Ball nach einer Flanke von Benedikt Derksen gekonnt mit der Brust und ließ mit einem platzierten Flachschuss dem gegnerischen Torhüter keine Chance.

Nach dem Seitenwechsel trat Siegfried Materborn etwas offensiver auf. Doch das von Steffen Nüßmann gewohnt sicher gehütete Praester Tor geriet zunächst kaum in Gefahr. Auf der anderen Seite dauerte es allerdings auch bis zur 66. Minute, ehe der Tabellenführer seine nächste hochkarätige Gelegenheit verzeichnete. Doch der junge Angreifer Justin Ising agierte im Abschluss etwas zu überhastet.

Fünf Minute später wäre um ein Haar der Ausgleich gefallen. Nach einem Schuss von Kristoffer Kalscheuer verhinderte Nüßmann mit einer Glanzparade den Gegentreffer. Ein 1:1 wäre allerdings auch sehr schmeichelhaft gewesen, da Siegfried ansonsten harmlos blieb. Anschließend passierte auf beiden Seiten nicht mehr viel — der RSV Praest hat in einem schwachen Spiel den nächsten Schritt in Richtung Landesliga gemacht.

(RP)