RSV Praest in Meisterform

Der Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga hat seine Favoritenstellung gestern noch einmal eindrucksvoll untermauert. Gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter II gelang ein 5:1-Erfolg.

Der RSV Praest hat gestern ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Im ersten Meisterschaftsspiel des Jahres kam der souveräne Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga zu einem 5:1 (1:0)-Erfolg gegen den SV Hönnepel-Niedermörmter II. Der gestrige Heimerfolg war hochverdient, fällt aber mindestens ein Tor zu hoch aus.

13 Spieltage vor Saisonende hat der RSV Praest somit zehn Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger. Die Zuschauer im Praester Volksbank-Stadion mussten gestern anfangs gleich zweimal hingucken. Da die Gäste in gelb-schwarzer Kluft antraten, musste der RSV ausnahmsweise auf weinrote Trikots zurückgreifen. Der Neuling von der linken Rheinseite machte anfangs einen sehr couragierten Eindruck.

Man merkte, dass das Team die Überraschung wollte, zumal die Truppe mit einigen Kickern aus der ersten Mannschaft antrat. Nach elf Minuten hätte Patrick Gottschling das 1:0 für den RSV markieren müssen. Unverständlicherweise legte er den Ball aus günstiger Position noch auf Sezgin Baran ab.

Führungstor mit dem Pausenpfiff

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In einem intensiven, teils hektischen Spiel attackierten die Gäste früh. Praest versäumte es, den unsicheren Gästekeeper öfter zu prüfen. Kurz vor der Pause hatte der RSV Glück. Einen Schuss von Georg Plachta konnte Nüßmann noch parieren, der Nachschuss von Beine prallte an die Latte.

Fraglich war, ob der Ball die Linie überschritten hatte. Direkt mit dem Pausenpfiff ging der RSV mit 1:0 in Führung. Mit der Pike traf Michel Schicht zur Führung (45.). Unmittelbar nach der Pause bekamen die Gäste einen berechtigten Elfmeter. Nach Foul von Michal Szczepinski an Daniel Beine verwandelte Julian Hartung per Elfmeter zum 1:1 (48.).

Nur 240 Sekunden später war die Führung wieder hergestellt. Ein Zuspiel von Kapitän Benedikt Derksen verwertete Fais Almami in bärenstarker Manier zum 2:1 (52.). Aus abseitsverdächtiger Position erhöhte Patrick Gottschling auf 3:1 (65.). Anschließend hätten Sezgin Baran (58., 67.) sowie Benedikt Derksen, der nur den Posten traf (61.), die Führung ausbauen können.

In der 79. Minute übertrieb es Schiedsrichter Adrian Liebetrau. Nach einem Handspiel von Gästekapitän Julian Hartung entschied der Unparteiische nicht nur auf Elfmeter, sondern gab Hartung zusätzlich noch die Rote Karte. Hier wäre der gelbe Karton ausreichend gewesen. Fais Almami war es egal, er verwandelte den Elfmeter zum 4:1. Den Schlusspunkt setzte Michal Szczepinski, der per Kopf das 5:1 erzielte (90.).

(sja)