Wechsel des einzigen deutschen Fahrers Hülkenberg fehlt bei Audi offenbar nur noch Unterschrift

Ingolstadt · Spekuliert wird damit seit einiger Zeit, Nico Hülkenberg kokettierte damit zuletzt selbst. Einem Bericht zufolge steht seinem Engagement beim designierten Audi-Rennstall nicht mehr viel im Weg.

 Nico Hülkenberg könnte in der kommenden Saison bei Audi unterkommen.

Nico Hülkenberg könnte in der kommenden Saison bei Audi unterkommen.

Foto: dpa/Hiro Komae

Einem Engagement von Nico Hülkenberg beim designierten zweiten deutschen Werksrennstall in der Formel 1 soll einem Bericht zufolge nicht mehr viel im Weg stehen. Wie das Portal Sport1 am Mittwoch berichtete, fehlt für einen Wechsel des 36 Jahre alten gebürtigen Rheinländers zu Sauber, das ab 2026 als Audi-Team an den Start gehen wird, nur noch die Unterschrift. Audi teilte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit, Gerüchte nicht zu kommentieren. Dasselbe kam von Kick Sauber aus der Schweiz.

Über diesen Wechsel wird allerdings seit einiger Zeit in der Formel 1 spekuliert. Hülkenberg fährt derzeit noch für Haas, sein Vertrag endet nach dieser Saison bei dem US-Rennstall, wo er nach der Saison 2022 seinen Landsmann Mick Schumacher abgelöst hatte. Es hieß auch, Hülkenberg habe Haas schon nach der vergangenen Meisterschaft verlassen wollen, nachdem er seinen Vertrag im August 2023 vorzeitig verlängert hatte.

Mit Hülkenberg bis Ende 2027?

Laut Sport1 soll Audi Hülkenberg einen Vertrag über drei Jahre angeboten haben für die Jahre 2025, 2026 und 2027. Der Autobauer aus Ingolstadt übernimmt das Schweizer Sauber-Team und will 2026 als Werksteam einsteigen, das Chassis kommt dann aus Hinwill, der Antrieb wird in der neuen Fabrik in Neuburg an der Donau gebaut. 2026 wird in der Formel 1 eine große Reform greifen, wonach 50 Prozent der Motorleistung elektrisch generiert wird. Zudem soll unter anderem 100 Prozent nachhaltiger Kraftstoff benutzt werden.

Rosberg spekulierte bereits: Vertrag liegt auf Hülkenbergs Tisch

Hülkenberg, der die Erfahrung von weiter über 200 Grand-Prix-Starts mitbringt, aber noch nie auf dem Podium stand, hatte nach seinem zehnten Platz am vergangenen Sonntag in Shanghai mit Sky-Experte und Ex-Weltmeister Nico Rosberg gescherzt. Rosberg hatte gefragt, wie es aussehe mit dem Audi-Vertrag. „Hast Du doch schon durch verhandelt“, hatte Hülkenberg geantwortet. Der Vertrag liege doch bei ihm auf dem Tisch, hatte Rosberg ergänzt. „Ja? Was Du alles zu wissen glaubst“, hatte daraufhin Hülkenberg gesagt.

Neben Hülkenberg wird auch und vor allem der spanische Noch-Ferrari-Fahrer Carlos Sainz als möglicher Kandidat für Audi gehandelt. Die Spekulationen hatte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko mit Aussagen über ein Angebot, mit dem Red Bull nicht mithalten könne, angeheizt. Sainz muss sein Cockpit bei der Scuderia nach dieser Saison für Rekordweltmeister Lewis Hamilton von Mercedes räumen.

(dpa/loy)
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