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Neue Hallen von Fiege und Convent in Emmerich sind bezugsfertig

Gewerbegebiet „NettPark“ : Schub für den Logistik-Standort

Fast zeitgleich sind im Gewerbegebiet „NettPark“ die beiden Hallen von Fiege und Convent fertig geworden.

Monatelang war der Ravensacker Weg gesperrt. Wer jetzt zwischen Obi und dem neuen Autobahnanschluss wieder durchfährt, erkennt das Gelände kaum noch wieder. Dort, wo früher Ackerland war, stehen linker und rechter Hand zwei große Hallen.

Die Bauvorhaben der Logistiker Fiege und Convent im Gewerbegebiet NettPark sind fast zeitgleich fertig geworden. Wie berichtet, hatte die Emmericher Spedition Convent das letzte freie Grundstück des Areals erworben. Auf 3,25 Hektar nördlich des Ravensackerwegs wurde eine Logistikanlage zur Lagerung von Kunststoffgranulat errichtet. Bisher hatte Covent das Kunststoffgranulat in eigenen und auch in angemieteten Hallen gelagert. Jetzt kann dieses Geschäft an einem Standort konzentriert werden. Wie Susanne Convent-Schramm, Geschäftsführerin von Convent, der RP jetzt auf Anfrage mitteilte, hat die Einlagerung in dieser Woche begonnen.

Die jetzt fertiggestellte Halle ist allerdings nur Teil eins der Pläne von Convent. Das Unternehmen peilt nämlich fürs nächste Jahr den Bau einer zweiten Halle an. 20.000 Quadratmeter stehen dem Unternehmen dann an Hallenflächen dort zur Verfügung. Insgesamt investiert die Spedition Convent dafür 18 Millionen Euro. Zehn zusätzliche Arbeitsplätze sollen entstehen.

Noch größer fallen die Dimensionen auf der gegenüberliegenden Seite aus. Der Fiege-Bau, bei dem bereits Ende Oktober die Bauabnahme erfolgte, umfasst auf dem 12,5 Hektar großen Areal eine 64.000 Quadratmeter große Logistikfläche – das „Mega Center Emmerich“ nennt. Zunächst sollen drei Hallen mit 32.000 Quadratmeter Fläche in Betrieb genommen werden. Es entstehen 75 neue Arbeitsplätze im kaufmännischen und gewerblichen Bereich.

Im „NettPark“ wird Fiege im Bereich Konsumgüter tätig sein und dort die Ware der Kunden einlagern, kommissionieren, verpacken und versenden. Zudem sollen für den Kunden unterschiedliche Mehrwertdienstleistungen erbracht und Qualitätskontrollen an den Produkten durchgeführt werden. In Emmerich wird Fiege für seine Kunden alle Absatzkanäle bedienen und Ware für den stationären Handel, den mobilen und den Onlinehandel verschicken.

Emmerichs Bürgermeister Peter Hinze ist davon überzeugt, dass die Entwicklung im „NettPark“ einen Schub für die Logistik-Branche in Emmerich darstellt. „Durch das Engagement von Convent und der Fiege-Gruppe gewinnt der Logistikstandort Emmerich weiter an Bedeutung und es werden zahlreiche neue Arbeitsplätze in Emmerich entstehen“, sagte er, als die Pläne der beiden Unternehmen vor gut einem Jahr bekannt wurden.

Noch nicht gelöst ist allerdings die Frage um den weiteren Ausbau des Ravensacker Wegs, der als kürzeste Verbindung zur Autobahn dienen soll. Erst Anfang November hatte die Stadtverwaltung bei einer Ratssitzung mitgeteilt, dass es zwar Gespräche, aber noch keine Einigung mit den betroffenen Landwirten gäbe, die für einen Ausbau Teile ihres Lands verkaufen müssten. Die Situation scheint weiter verfahren. Die Landwirte hatten mitgeteilt, dass von einer Annäherung keine Rede sein könne.

(Markus Balser)