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Im Januar 2020 startet in Rees-Grietherort eine Waldorf-Tagespflege

Ab Januar : Waldorf-Tagespflege startet in Grietherort

Ab Januar gibt es auf dem Hof von Valentijn Jansen und Judith Schmidt eine Tagespflege für Kinder mit zehn Plätzen. Für die Betreuung, die zwischen 7 und 16 Uhr möglich ist, stehen eine Tagesmutter und ein Tagesvater zur Verfügung.

Seit diesem Sommer gibt es in Uedem eine Waldorfschule, die erste im Kreis Kleve. Wie berichtet, war sie binnen kürzester Zeit von Eltern gegründet worden, die sich vor rund zwei Jahren um Valentijn Jansen und Judith Schmidt aus Grietherort zusammengefunden hatten. Auf dem Hof des Elternpaares wird es ab Januar nun auch eine Waldorf-Tagespflege geben. Sie resultiert aus den Eltern-Kind-Spielgruppen, die während der Schulgründungsphase in Uedem stattgefunden haben.

Eigentlich sollte in Uedem auch ein der Schule angegliederter Waldorf-Kindergarten entstehen. Doch weil der Landschaftsverband Rheinland wegen der damals noch vorläufigen Räumlichkeit in Uedem dafür keine Genehmigung erteilte, kam es bislang noch nicht dazu. Das Ziel haben die Waldorf-Eltern jedoch noch nicht aus den Augen verloren. „Da arbeiten wir weiter dran“, sagt Judith Schmidt.

Weil die Nachfrage für die Betreuung von Kindern jedoch jetzt schon groß ist, entstand die Idee einer Tagespflege in Verbindung mit der Waldorf-Pädagogik. In Uedem gibt es eine solche Gruppe bereits, im kommenden Jahr soll sie nun auch in Grietherort starten.

Zehn Plätze sind im „Spielgarten Grietherort“ für Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren vorgesehen. Zwei Betreuer stehen dafür zur Verfügung: Maria Greven, die selbst zwei mittlerweile erwachsene Kinder hat, betreute bereits vor neun Jahren Kinder als Tagesmutter in Grietherbusch. Neben der Waldorfpädagogik interessiert sie sich für gesunde biologische Ernährung. Sie kocht und backt mit den Kindern und macht mit ihnen auch Kinderyoga. Zur Seite wird ihr Christian Kern stehen, der als Erzieher ein Anerkennungsjahr im Waldorf-Kindergarten in Geldern absolvierte und mit seinen Schützlingen handwerkliche Projekte angehen will.

Das Konzept der Gruppe orientiert sich an der Waldorfpädagogik. Der Tagesablauf soll ähnlich wie in einem Waldorf-Kindergarten gestaltet werden ;mit Ritualen wie dem Reigen, Sprüchen, die zur Jahreszeit passen, natürlichen Spielmaterialien wie Zapfen, Kastanien oder plastikfreiem Spielzeug. Dazu gibt es Geschichten und Puppenspiele.

Die Einrichtung möchte Ruhe und Geborgenheit vermitteln. Den Kindern steht ein großzügiger heller Gruppenraum mit Blick auf den Rhein und die Wildgänse mitten im Naturschutzgebiet zur Verfügung. Dazu gibt es den „blauen Saal” als Bewegungsraum mit dicken Turnmatten und einer großen Verkleidungskiste. Und weil die Waldorf-Pädagogik auch sehr naturverbunden ist, warten draußen das Pony Marie sowie Gänse, Hühner, Schafe, Küken und Lämmchen auf kleine Entdecker. Regelmäßige Ausflüge in die Natur sind ebenfalls vorgesehen.

Auch die für die Waldorf-Pädagogik typischen Jahreszeitenfeste werden regelmäßig gefeiert. Wie jetzt schon für die Schüler, sollen auch für die Tageskinder beispielsweise künftig das Laternenfest mit Puppenspiel oder das Adventsgärtlein anstehen.

Die Betreuung erfolgt in der Kernzeit zwischen 7 bis 16 Uhr. Nach Absprache sollen aber auch andere Betreuungszeiten außerhalb dieses Zeitfensters möglich sein. Für vier Plätze gibt es bereits Voranmeldungen. Sechs Plätze sind noch frei. Anmeldungen sind ab sofort möglich. „Sie erfolgt über uns, bezahlt wird die Betreuung beim jeweiligen Jugendamt“, erklärt Judith Schmidt.

Weitere Info unter judith-anna@gmx.de und unter
www.spielgarten-grietherort.de oder bei Maria Greven, Telefon 0163 9682356 (maria.greven@gmx.de).

(Markus Balser)