Emmerich: Massenschlägerei mit sechs Verletzten - 30 Polizisten im Einsatz

Mit Stöcken und anderen Gegenständen : Massenschlägerei in Emmerich mit sechs Verletzten

Rund 20 Männer sind in Emmerich am Montagabend mit Stöcken und anderen Gegenständen aufeinander losgegangen. Grund dafür war ein Familienstreit.

Die Massenschlägerei lieferten sich Männer zweier kurdisch-jesidischer Familien aus Emmerich, in dessen Folge vier  Männer im Alter zwischen 25 und 47 Jahren festgenommen wurden. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Auslöser soll die nicht akzeptierte Trennung zweier junger Erwachsener der beiden Familien sein.

Drei der Festgenommenen waren auf den 19-jährigen Ex-Freund ihrer weiblichen Familienangehörigen getroffen und traktierten das Opfer, wobei auch ein Beil verwendet wurde. Durch Zeugen und auch alarmierte Familienmitglieder wuchs die Anzahl der Personen an der Schule auf zeitweise 20 an. Bei dem Versuch, die Schlägerei zu schlichten oder den Angriff abzuwehren, wurden weitere zwei Personen verletzt. Der 19-jährige blieb im Emmericher Krankenhaus, die anderen beiden wurden nach ambulanter Versorgung entlassen beziehungsweise nahmen keine Behandlung in Anspruch.

„Um eine weitere Eskalation unter den Beteiligten und Anwesenden bereits im Keim zu ersticken, hat die Polizei Kleve mehrere Streifenwagen eingesetzt und wurde durch Beamte der Bundespolizei sowie aus den Polizeibehörden Wesel, Duisburg, Borken und Viersen unterstützt“, schrieb die Pressestelle der Polizei am Dienstag.

Mehrere Anwohner des Gymnasiums berichteten am Dienstag, dass sich am Abend schlimme Szenen ereignet hätten. „Das ist ging alles schnell“, so ein Zeuge. „Plötzlich kamen immer mehr Autos auf die Schule zu und Leute stiegen aus. Die Schlägerei fand vor dem Eingang der Turnhalle statt und dann auch direkt vor dem Eingang der Schule.“

Ein anderer Anwohner berichtete, dass Frauen geschrien hätten, während sich die Männer geschlagen hätten. Die Fahrzeuge vor der Schule hätten nicht nur Klever Kennzeichen gehabt, so dass der Zeuge davon ausgeht, dass sich die Beteiligten verabredet haben müssen. Namen wollte der Rheinischen Post niemand der Befragten nennen. Zu sehr saß den Menschen noch der Schreck in den Gliedern. „Hier ist in den Abendstunden immer viel los, es wird getrunken und herumgeschrien. Ständig werden Sachen zerstört“, so ein Mann. „So etwas wie Montag hätte ich mir aber nicht vorstellen können.“

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