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Haldern: So stellen sich die Vereine die Zukunft des Marktplatzes vor​

Vereine sammeln Ideen : So stellen sich die Halderner die Zukunft des Marktplatzes vor

Die Vereinsvertreter wünschen sich auf dem Platz vor der Haldern Pop Bar mehr Aufenthaltsqualität. Welche spannenden Ideen jetzt gesammelt wurden.

Rund 20 Vertreter der Halderner Vereine und Fraktionen des Stadtrates kamen auf Einladung des Gewerbevereins Haldern in der Haldern Pop Bar zusammen, um über die Zukunft des Marktplatzes zu diskutieren. Vorausgegangen war die Auftaktveranstaltung zur Zukunft des Halderner Marktplatzes, die im Pfarrheim stattgefunden hatte und auf lebhaftes Interesse gestoßen war. „Wir sollen die ersten Diskussionen bei der Auftaktveranstaltung auswerten und herausfinden, ob wir bereits eigene gemeinsame Vorstellungen entwickeln können“, umriss der Vorsitzende des Gewerbevereins, Klemens Cornelißen, die Aufgabe des Abends. Und tatsächlich konnten interessante Ideen gesammelt werden.

In den allermeisten Fragen waren sich die Teilnehmer einig: Der Marktplatz soll verkehrssicherer werden, indem Schrittgeschwindigkeit auf dem Marktplatz und der Lindenstraße vom Parkplatz vor der Bäckerei Jansen/Eisdiele Otten bis etwa Einmündung Parkplatz vor der alten Apotheke gelten soll. Grundsätzlich sollen – ähnlich der „Shared Space“-Konzeption – Fußgänger und Radfahrer Vorrang vor Autos haben. Außerdem sollen genügend Fahrradstellplätze eingerichtet werden und der Marktplatz barrierefrei oder zumindest barrierearm werden. Das Planungsbüro und die Stadtverwaltung wurden beauftragt zu prüfen, ob eine Abbindung des Marktplatzes vom Durchgangsverkehr (Lindenstraße auf Bahnhofstraße und Klosterstraße) möglich ist. Am Markt selbst gäbe es nur noch Ziel- und Quellverkehr, insbesondere für die Anwohner, Kunden und Gewerbetreibenden. Der Durchgangsverkehr würde dann an der ehemaligen Apotheke auf die Isselburger Straße umgeleitet.

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Das Planungsbüro und die Stadtverwaltung sollen darüber hinaus in Verhandlungen mit Straßen NRW treten, um im gesamten Ort Haldern auf der Klosterstraße und der Isselburger Straße/Bahnhofstraße eine Höchstgeschwindigkeit vom 30 km/h durchzusetzen. Für die Lindenstraße soll durchgängig eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gelten, am Markt Schrittgeschwindigkeit. Da das „Lindendorf“ seinem Namen gerecht werden soll, sollen alle Bäume am Markt erhalten bleiben. Wo möglich, sollen weitere Lindenbäume und auch weitere Grünanlagen geschaffen werden.

Der Marktplatz müsse künftig multifunktional nutzbar und „bespielbar“ sein, hieß es aus der Versammlung. Die zeitweise dort aufgebaute Holzkiste sowie die Holzmöbel an der Pumpe seien rege genutzt worden. Eventuell könnten weitere möglichst hölzerne Stadtmöbel und Spielgeräte aufgestellt werden, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Wichtig sei, dass die Möbel auch wieder abgebaut oder versetzt werden können.

Die zeitweise regelmäßige Sperrung von Parkplätzen für die Außengastronomie – wie jetzt schon für die Haldern Pop Bar – wurde von den Anwesenden begrüßt. Die Pumpe könnte versetzt werden, sollte „prominenter“ wahrnehmbar werden und soll wieder die Wasserentnahme ermöglichen. Zudem könne ein Trinkbrunnen errichtet und der „Schilderwald“ gelichtet und geordnet werden, um die die Aufenthaltsqualität auf dem Marktplatz zu steigern.

Im Rahmen einer Wohnumfeldverbesserung sollten für die Anwohner keine Anliegerkosten anfallen, befanden die Vereinsvertreter. Die Stadt möge sich rechtzeitig um Fördergelder bemühen. Die Verwaltung solle außerdem prüfen, ob zumindest zeitweise mehr Parkplätze als derzeit geplant auf dem alten Ketteler-Gelände an der Kirche geschaffen werden könnten. Diese sollten aus Sicht der Halderner nicht als „Längsparkplätze“ ausgewiesen, sondern schräg oder gerade ausgeführt werden.    

Mit all diesen Ideen möchten sich die Vertreter der Halderner Vereine aktiv in die weitere Diskussion um die Zukunft des Marktplatzes einbringen.

(dab)