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Fehlendes Stück des Radwegs Netterdensche Straße in Emmerich kann gebaut werden

Gute Nachricht für Radler : Durchbruch beim Lückenschluss

Das fehlende Stück Radweg an der Netterdenschen Straße kann jetzt gebaut werden. Die Mediatoren Edmund Verbeet und Herbert Scheers konnten sich mit den Grundstückeigentümern einigen.

(RP) Die „neue“ Autobahnanschlussstelle „Emmerich-Ost“ ist schon lange freigegeben. Jetzt kann ein weiteres wichtiges Projekt im Zusammenhang mit dieser Baumaßnahme realisiert werden: Der Lückenschluss des Radweges an der Netterdenschen Straße zwischen Anschlussstelle und der Einmündung Durlinger Straße.

Bisher müssen Radfahrer an der Stelle auf die Straße ausweichen, die seit Freigabe der Anschlussstelle von immer mehr Lkw und Autos genutzt wird. Schon im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für die Anschlussstelle vor über zwölf Jahren hatte die Stadt darauf hingewiesen, dass die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger auf Grund des fehlenden Radweges nicht ausreichend gewährleistet ist. Bisher verfügte die Stadt Emmerich am Rhein aber nicht über die notwendigen Grundstücke entlang der Straße, um das fehlende, rund 350 Meter lange Teilstück bauen zu können.

Kaufverhandlungen zwischen Stadt und Grundstückseigentümern waren über mehrere Jahre ergebnislos verlaufen. Deshalb wurde auf Anregung des Stadtrates im April 2019 Edmund Verbeet als Mediator hinzugezogen. Ihm zur Seite stand Herbert Scheers, der seine Ortskunde in die Verhandlungen einbringen konnte.

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Edmunde Verbeet, ehemaliger Direktor des Emmericher Amtsgerichts, konnte jetzt den Abschluss des Mediationsverfahrens vermelden. Dies gab der Erste Beigeordnete, Stefan Wachs, im Rahmen der Ratssitzung am Dienstagabend bekannt. Stadtverwaltung und Eigentümer konnten sich demnach in dem Mediationsverfahren nach intensiven Verhandlungen auf Kaufmodalitäten einigen.  Alle erforderlichen Verträge sind zwischenzeitlich notariell beurkundet worden. Dabei waren nicht nur die Interessen der einzelnen Vertragsparteien zum Ausgleich zu bringen, sondern auch straßenverkehrsrechtliche, denkmalrechtliche und wegerechtliche Gesichtspunkte zu berücksichtigen.

 „Wir sind Edmund Verbeet für seinen diplomatischen Umgang mit beiden Verhandlungsseiten sehr dankbar. Es waren dabei durchaus einige dicke Bretter zu bohren. Wir sind erleichtert, dass wir nunmehr in der Lage sind, das dringend notwendige Stück Radweg bauen zu können“, freute sich Bürgermeister Peter Hinze über das Verhandlungsergebnis.

Vorgesehen ist, dass entsprechende Finanzmittel im städtischen Haushalt für das kommende Jahr eingeplant werden sollen. Radwegeplanung und –bau werden sich dem dann laut Stadtverwaltung anschließen.