Disney-Fieber beim Frauen-Karneval in Hüthum

Karneval : Disney-Fieber beim Frauen-Karneval in Hüthum

Im Kapauenberg kamen die Besucher auf ihre Kosten. Für einen Höhepunkt sorgte der Prinz mit seiner Zwergenband.

Wenn Prinz Manuel nicht viel zu sagen hat, sondern Prinzessin Kerstin das närrische Regiment übernimmt, dann feiern die Frauen Karneval. Auf der HFK-Sitzung am Freitag im Kapaunenberg war Frauenpower angesagt. Schon bevor es losging, herrschte hier im voll besetzten Saal beste Stimmung unter den entsprechend dem Motto „Mit dem HFK werden Disney-Wünsche wahr“ bunt gekleideten Damen.

Mit einem Tanz der Mickey- und Minnie-Mäuse eröffnete der Frauenelferrat die Sitzung. Während das Kinderprinzenpaar Paula I. und Laurenz I. und die Kindergarde mit ihrem peppigen Lied und dem tollen Tanz die Stimmung weiter anheizten, blieben Prinz Manuel und die Gardisten erst mal draußen, denn nur Prinzessin Kerstin und ihre schmucken „Funkys“ eroberten die Bühne – diesmal nicht vorgestellt vom Geck-Vize Uli Mebus, sondern von seiner Tochter Annika.

„Habt Ihr gute Laune“, fragte die Prinzessin fröhlich, bevor sie etwas zur „Prinzenscheckliste“ als Vorbereitung für jeden Auftritt erzählte: Federn am Hut, zwei gewaschene Handschuhe und die Strumpfhose sitzt! „Höhepunkt war die Frage, ob die Strumpfhose denn auch gebügelt ist.“

Der Prinz, der schließlich mit seinen als Zwerge verkleideten Gardisten einzog, musste sich sein Geschenk erst verdienen. 2005 – als Vierzehnjähriger – hatte er seinen ersten Auftritt auf der Frauensitzung, wie ein kurzer Film bewies. In das damalige Outfit – rotes Glitzerkleid und blonde Perücke – musste er jetzt wieder schlüpfen und gemeinsam mit seinem Vater Marco Jonkhans als Tina Turner und seinem Bruder Florian als Michael Jackson einen Tanz vorführen. Klar, dass der Saal dabei vor Begeisterung bebte. Und zur Belohnung gab es die „Zutaten“ für einen gemütlichen Disney-DVD-Abend einschließlich Popkorn und Kuschelpantoffeln.

Auch sonst bot das Programm, humorvoll moderiert von Margit Esters, viele Höhepunkte. Die Damen waren aus dem Häuschen angesichts der verschiedenen Tanzgruppen mit männlicher Besetzung: Neben den feschen „Dancing Flamingos“ waren das die HNG-Männer, die auf Safari gingen, die Freiwillige Feuerwehr aus Goch mit ihrem sportlichen Boris-Becker-Tanz und die Jungs von „Fun Factory“, die in ihren kurzhosigen Sommeranzügen einen Hauch von Copacabana auf die Bühne brachten. Viel Spaß hatten die Zuschauerinnen bei der „Männergrippe“-Aufführung von „No Limit“, als zwei ‚kranke’ Männer von einem Dutzend hübscher Viren umtanzt wurden.

Dem standen die Mädels in nichts nach: Die HFK-Funken begeisterten mit ihrem Marschtanz, einem Pinoccio-Showtanz und einer bunten Playback-Show mit bekannten Disney-Figuren und die HNG-Funken entführten das Publikum in den wilden Dschungel.

Viel gelacht wurde beim Beitrag von „Et Gänseblömschen“ Britta Becker, die mit lustigen Sprüchen, gebildet aus Prominenten-Namen, von der WG ihres Kumpels erzählte: „Zwischendurch wurde auch gekocht, dann Brad Pitt (brät Pit) und der George putzte das Clooney (Klo nie).“ Gut an kam auch die Neuerzählung des Märchens „Cinderella“ als „Tinder-ella“, wo ein Prinz bei der Suche nach seiner Traumfrau per Internet hereinfiel. Beim Live-Gesang von „Two and a half men“ – Martin van der Giet, Willi te Beck und Prinz Manuel – standen die Damen auf den Stühlen und tanzten eine Polonaise durch den Saal und über die Bühne. Auf der After-Show-Party, die um Mitternacht begann, ging die Party weiter.