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Freiwillige sammelten in Emmerich Müll ein

Umweltschutz : Freiwillige sammelten Müll ein

Klar könne er sich an seinem freien Samstagmorgen etwas Besseres vorstellen als ausgerechnet Müll zu sammeln. „Ausschlafen, zum Beispiel“, sagte der 15-jährige Felix Steinvoort. Aber der Schulabschluss sei schließlich etwas Besonderes.

„Das wollen wir feiern. Und wenn wir dann durch diese Aktion etwas Geld in die Kasse bekommen, mache ich gerne mit.“ So wie Felix opferten am Samstag 14 Schüler und einige Eltern aus dem letzten Jahrgang der Hanse-Realschule ihre Freizeit, um sich an der Müllsammelaktion der Deutschen Giessdraht, in Kooperation mit dem Naturschutzbund Kreis Kleve, zu beteiligen. Zur Belohnung gab es einen Zuschuss für die Abschlussfeier im Juni.

Bereits seit einigen Jahren findet diese Müllsammelaktionen statt. „Im Frühjahr ist das eine kleinere Aktion, an der sich neben dem Kanuclub und dem Dorfverein Dornick auch verschiedene Vereine, Gruppen oder Schulklassen beteiligen. Im September machen wir dann mit beim großen Rhein-Clean up-Tag“, sagte Andreas Optelaak, Mitarbeiter der Deutschen Giessdraht, der die Sache koordinierte und die einzelnen Gruppen einteilte. „Der Bereich, den wir als Naturschutzbund betreuen, erstreckt sich vom Emmericher Hafen bis zum Dornicker Pionierhafen“, erläuterte Johanna Dohle vom Naturschutzbund.

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  • 60 Personen, hatten die Pfadfinder und
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Rund fünf Kilometer entlang des Rheins, am Ufer, auf den Wiesen und Wegen, hatten die insgesamt rund 50 fleißigen Helfer zu säubern. Greifzangen, Müllsäcke und Handschuhe stellten die Kommunalen Betriebe, die den gesammelten Müll auch anschließend abholten. Nach rund zweieinhalb Stunden Arbeit gab es für alle erfrischende Getränke und eine leckere Suppe als Dankeschön.

Sebastian Sobocinski, der gemeinsam mit Louis Kaal Schülersprecher der Hanse-Realschule ist, freute sich über das gute Wetter. „Das hat wahrscheinlich mehr meiner Schulkollegen angelockt als gedacht“, sagte er. 124 Schüler werden im Sommer als letzten Jahrgang entlassen. „Das ist schon ein besonderes Feeling, die letzten einer Schule zu sein“, sagte er. Ein bisschen merke man es schon. „Wir haben insgesamt weniger Lehrer.“ Unterricht falle kaum aus, aber es gibt öfter mal Stunden, in denen die Zehntklässler selbstständig arbeiten müssen und ab und zu ein Lehrer hereinschaut.

Mit einem Team aus 15 Schülern und rund zehn Eltern wird zurzeit die Abschlussfeier vorbereitet. Gefeiert wird nach dem offiziellen Abschluss im Stadttheater am 28. Juni am Kapaunenberg. Einheitliche T-Shirts mit dem Motto „Endlich raus aus dem Rotstift-Milieu“ werden angeschafft und zum Ende des Schuljahres wird auch noch eine gemeinsame Abschlussfahrt zum Moviepark stattfinden. Damit Geld in die Kasse kommt, fand bereits ein Kuchenverkauf in den Pausen statt. Eltern und Schüler hatten selbst gebacken. „Da sind in einer Woche 245 Euro zusammen gekommen“, freute sich der Schülersprecher. Beim Stadtfest am 7. April organisieren die Schüler zudem einen Waffel-Verkauf. Und die Müllsammelaktion brachte auch einen Zuschuss.

Für die 15-jährige Larissa Koch war es eine Selbstverständlichkeit, zu helfen und für eine saubere Natur zu sorgen. „Außerdem dauert es nicht mehr so lang, bis wir entlassen werden. Da macht eine gemeinsame Aktion mit den Schulkollegen besonders viel Spaß.“