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Emmerich: 74 Unterstützer finanzieren neue Toiletten im Kapaunenberg

Neue Toiletten im Kapaunenberg : 74 Unterstützer finanzieren stilles Örtchen

Das Schützenhaus Kapaunenberg ist als Veranstaltungsort aus Emmerich nicht wegzudenken. Doch die Toilettenanlage war völlig veraltet. Dank einer Spendenaktion, die sogar das Zielergebnis übertraf, konnte sie modernisiert werden.

Die Toilettenanlagen des großen Saals im Schützenhaus Kapaunenberg waren in die Jahre gekommen. Nach mehr als 30 Jahren waren Ausstattung und Funktionsweise völlig veraltet. Doch jetzt erstrahlen sie in neuem Glanz – im frischen Grün-Weiß. Seit Beginn des Jahres können die Besucher die komplett renovierten sanitären Anlagen nutzen. „Und die Resonanz ist durchweg positiv“, sagt Thomas Reintjes erfreut. Er ist Direktor der St. Sebastian-Schützenbruderschaft Emmerich, die Eigentümerin des Schützenhauses ist.

Durch eine Crowdfunding-Spendenaktion konnte das Projekt finanziert werden. Im März 2018 startete diese, am 1. Juli wurde sie beendet. Das Ziel von 75.000 Euro, die durch diese Aktion zusammenkommen sollten, wurde sogar um 3000 Euro überschritten. 74 Unterstützer, von Privatleuten bis zum Unternehmer, spendeten. „Darunter waren auch fast alle Vereine, die hier feiern und ihre Sitzungen haben“, ergänzt Reintjes erfreut.

„Es ist wichtig, dieses Haus zu erhalten, weil es über einen der wenigen großen Säle in Emmerich verfügt, wo noch groß gefeiert werden kann“, betont Wirtschaftsmakler Hans-Jürgen Gorgs. So finden dort nicht nur Schützenfeste und Karnevalsveranstaltungen statt, es besteht auch die Möglichkeit, die Räume für Hochzeiten, Jubiläen, Firmenfeiern und andere Anlässe zu mieten.

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Anfang November wurde mit den Bauarbeiten begonnen. „Der Abriss der alten Anlage erfolgte in Eigenleistung“, sagt Joachim Stelzig, technischer Leiter bei den Sebastianern, der die Organisation und Planung in Händen hatte. Am 12. Januar waren die Toilettenanlagen fertig, pünktlich zur Sitzung des EKV – Emmericher Karnevals-Verein.

Die Besucher im voll besetzten Saal freuten sich über die neuen Anlagen, auch wenn einige Stammgäste zunächst etwas irritiert waren. Der Grund: Die Bereiche für Damen und Herren wurden getauscht. „Da im Damenbereich sieben Kabinen entstanden sind, brauchten wir dort den größeren Platz“, erläutert Stelzig. Für die Herren stehen nun zwei Kabinen und sieben Urinale, die mit Sensoren ausgestattet sind, zur Verfügung.

Die Fliesen sind weiß, der Anstrich oberhalb in einem leuchtenden Grün. Darüber hinaus wurden extrabreite Türen verbaut. Die hochwertigen Waschtische sind eckig. „Außerdem gibt es eine neue Isolierung, neue Decken und eine Klimatisierung mit einem Heizungs- und Belüftungssystem“, erklärt Stelzig. Diana van den Hurk, stellvertretende Geschäftsführerin, war als einzige Frau im Team mit für die Gestaltung verantwortlich. Mit den Crowdfunding-Spenden konnte alles problemlos bezahlt werden. „Wir werden im Vorraum noch eine Dankeschön-Tafel anbringen“, verspricht van den Hurk.

Doch es stehen noch weitere Sanierungsaktionen an. So sollen die Toilettenanlagen im Eingangsbereich und im Gaststättenbereich ebenfalls renoviert werden. Vorher, voraussichtlich noch in diesem Frühjahr, wird ein neuer Boden in der Gaststätte verlegt. „Der alte geht hoch wegen fehlender Dehnungsfugen“, begründet Stelzig. Auch noch in diesem Jahr ist ein neuer Fußboden im kleinen Saal geplant, denn das alte Holzparkett ist sehr abgenutzt.