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Jury für Skulpturenpark 2020 in Rees steht fest

Skulpturenpark Rees : Die Kunstgalerie unter freiem Himmel

Seit dem Jahr 2003 lockt der Skulpturenpark Kunstfreunde nach Rees. Nächstes Jahr werden wieder neue Werke zu sehen sein. Wer sie auswählen darf, wurde jetzt im Kulturausschuss entschieden.

Seit Juli 2003 gibt die Stadt Rees deutschen und niederländischen Künstlern die Gelegenheit, im Skulpturenpark an der historischen Stadtmauer zeitgenössische Kunstobjekte auszustellen. Zunächst wurden die Skulpturen alle zwei Jahre ausgetauscht, später alle drei Jahre.

Der achte Skulpturenpark wird erst im Mai kommenden Jahres eröffnet, doch schon jetzt stimmte der Kulturausschuss der Stadt Rees über zwei Neubesetzungen in der neunköpfigen Jury ab, die über die Auswahl der Kunstwerke entscheidet. Auf Mariehilde Henning folgt ihr CDU-Fraktionskollege Lothar Krassa. Die Fraktion Bündnis 90/Grüne lassen die Filmemacherin Carla Gottwein auf Clemens Reinders folgen. Die SPD hält an Johannes Beenen fest, die FDP an Clemens Willing.

Die überdimensionale Ameise ist ein Kommentar des Künstlers Urban Stark zum Thema „Gentechnik“. Foto: Markus Balser

Neben den vier von den Fraktionen bestimmten Juroren sind auch Bürgermeister Christoph Gerwers, Kulturamtsleiterin Sigrid Mölleken, Professor Harald Kunde als musealer Berater für die Koenraad Bosman Stiftung, Ewald Kersten als Mitglied des Kuratoriums der Koenraad Bosman Stiftung und Bernd Hübner als Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins in der Jury.

Ursprünglich war der Skulpturenpark ein Projekt der Gemeinden Sint Anthonis in den Niederlanden und Rees. Obwohl es das grenzüberschreitende Wechselspiel inzwischen nicht mehr gibt, kann man dennoch von einer Erfolgsgeschichte sprechen. Denn seit ihrer Eröffnung vor 16 Jahren lockt die Kunstgalerie unter freiem Himmel Tag für Tag unzählige Gäste und Kunstliebhaber in das Areal an der mittelalterlichen Stadtmauer.

Mittlerweile ist der Skulpturenpark zu einer Sehenswürdigkeit geworden, der die Kunst im öffentlichen Raum in Rees und den Ortsteilen ergänzt. „Er wird von den Reesern, aber auch von auswärtigen Gästen sehr gut angenommen. Viele nehmen ihn als schöne Parkanlage wahr. Er ist außerdem das Verbindungsstück zum Planetenweg, dem Bodendenkmal an der Festungsanlage und der Rheinpromenade“, sagt Kulturamtsleiterin Sigrid Mölleken.

Der Skulpturenpark, der übrigens auch in unmittelbarer Nähe des Städtischen Museums Koenraad Bosman liegt, ist jederzeit für Interessenten kostenfrei geöffnet. Auf einer Fläche von rund 5500 Quadratmetern ziehen nicht nur die rund 20 Kunstwerke Blicke auf sich, sondern auch der Brunnen mit rotierender Granitkugel und die in den Boden eingelassene Sonnenuhr. Beides gehört zur festen Ausstattung des Parks.

Von den Kunstwerken, die mal abstrakt oder auch gegenständlich sind, hat die Stadt mittlerweile fünf angekauft. Zum festen Bestand gehört auch der „Piranha“ von Joachim Röderer, der fast schon zu einer Art Markenzeichen des Parks geworden ist, aber auch der „Sisyhos“ von Ernesto Marques, das Männlein, das eine große Kugel die Steigung  an der Festungsanlage hinaufschiebt. Ebenso gehört eine der Holzfiguren Peter Nettesheims dazu.

Wie viele neue Kunstwerke im kommenden Jahr zu sehen sein werden, steht noch nicht fest. „Das hängt von der Zahl der Bewerbungen ab und davon, wie groß die Skulpturen der Künstler sind“, erklärt Sigrid Mölleken.

(Michael Scholten Und Markus Balser)