1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg
  4. Sport

Eishockey: Richtig was auf die Nuss

Eishockey : Richtig was auf die Nuss

Mit 1:8 verloren die Duisburger Eishockey-Füchse in Frankfurt. Trainer Franz Fritzmeier fasst das ernüchternde Resultat so zusammen: "Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen."

Da gab es für den Fuchs am Sonntag mal richtig was auf die Nuss. Vor über 4500 Zuschauer verlor der Duisburger Eishockey-Oberligist das Schlüsselspiel bei den Jungen Löwen aus Frankfurt mit 1:8 (1:3, 0:3, 0:2). Gerade mit Frankfurt will man sich im Rennen um Platz vier in der Meisterrunde messen. Die erste Runde ging dann mal klar an Löwen.

EVD-Trainer Franz Fritzmeier ärgerte sich zunächst über die Leistung der eigenen Mannschaft. "Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen", fasste Fritzmeier die Partie auf verlorenem Posten zusammen. Und er sagte auch: "Wir haben uns zu viele dumme Fouls erlaubt." Auf der Strafbank wird eben nichts gewonnen. Allerdings war sich der Leitende Angestellte auch mit seinem Chef Ralf Pape einig, dass Schiedsrichter Seckler in naher Zukunft keine Sightseeingtour durch Duisburg buchen wird. Der Mann im Streifenhemd schickte sehr gern Füchse in Kühlbox.

Im Schlussdrittel bekam Manuel Strodel eine 2+2+2+2-Minuten-Strafe. Darauf muss man erst mal kommen. Zweimal setzte es eine Bankstrafe, weil sich EVD-Cracks im Gespräch mit den Kollegen über Entscheidungen des Schiri zweifelnd äußern. Matt MacKay fing sich eine Zehn-Minuten-Strafe ein. Schwer zu sagen, ob man da mit dem Unparteiischen hadern sollte. Ohnehin lenkt die Suche nach Fremdverschulden den Blick vom Eigentlichen ab. Der EVD verlor die Partie fein selbst.

Die Mannschaft zeigte Mängel im Aufbauspiel, bewies nicht genügend faire Härte und schenkte selbst den Vorteil einer 1:0-Führung durch Benjamin Hanke bei Überzahl in der achten Minute her. Kaum hatten die Cracks ihre Arme nach dem Jubel wieder unten, führten die Hausherren. Mayr (10./5:4), Seyller (12.) und Barta (19./5:3) sorgten für eine Kopfwende. Wie so oft in dieser Saison: Nach einem klaren Rückstand fand der Fuchs die Spur nicht mehr. Thau (26.) und Mayr (31.) zogen selbst Björn Linda im EVD-Tor den Zahn. Er machte für Felix Bick im Tor Platz. Der Goalie schluckte schuldlos und überfordert die Treffer Fairbarn (39.), Mayr (44.) und Breiter (49./5:4).

EVD-Chef Ralf Pape nahm die Niederlage übrigens sehr gelassen. Sein Kommentar: "Mundabwischen und am Freitag in Ratingen gewinnen."

(kew)