1. NRW
  2. Städte
  3. Duisburg
  4. Sport

Rollhockey: RESG Walsum ist im Pokal krasser Außenseiter

Rollhockey : RESG Walsum ist im Pokal krasser Außenseiter

Der Rollhockey-Rekordmeister will seine titellose Zeit beenden - es steht aber der SK Herringen doppelt im Weg.

Ziemlich genau elf Jahre ist es her, dass die RESG Walsum letztmals einen Titelgewinn bejubeln durfte. 2003 sicherten sich die "Roten Teufel" den Gewinn des DRIV-Pokals. Danach begann die Titellosigkeit, die für den deutschen Rollhockey-Rekordmeister nun schon eine gefühlte Ewigkeit andauert.

Der Weg zur Beendigung der Erfolglos-Serie führt für den Traditionsverein in dieser Saison über den SK Germania Herringen. Die Mannschaft aus Hamm, die in der Vorsaison zum ersten Mal Deutscher Meister wurde, wartet sowohl im Play-off-Viertelfinale als auch im Pokal-Halbfinale als Gegner. Letzteres wird morgen (18 Uhr) in der Glückauf-Sporthalle ausgetragen.

Alles andere als ein souveräner Sieg der Herringer Hausherren wäre eine Überraschung. Denn anders als die erfolgsentwöhnten Walsumer, die die Bundesliga-Punkterunde lediglich als Siebter beendeten, untermauerten die Germanen auch in dieser Spielzeit ihren Titelanspruch. Im letzten Aufeinandertreffen erteilte die Mannschaft von Detlef Schulz der RESG sogar eine Lehrstunde. Anfang März siegten die Hammer in der Halle Beckersloh mit 7:0. Als Maßstab kann diese Partie allerdings nur eingeschränkt dienen, musste Walsum doch auf die seinerzeit gesperrten Flavio da Silva und Pedro Queirós verzichten. Im Hinspiel Ende November zogen die "Roten Teufel" mit den beiden Portugiesen nur mit 3:6 den Kürzeren.

  • Hagen Schmidt bei seiner Vorstellung in
    Neuer Trainer der Zebras : Das sagt Schmidt zur Herausforderung beim MSV
  • Der Niederrheinpokal.
    Derbys, Auswärts-Heimspiel und Außenseiter : Auf welche Spiele im Niederrheinpokal zu achten ist
  • Ivica Grlic.
    Nach Dotchev-Aus : „Grlic muss weg“ – MSV-Fans fordern auch Entlassung des Sportdirektors

Dass dies ein durchaus beachtliches Resultat ist, zeigt ein Blick auf die fast makellose Herringer Heimbilanz. Einzig der ERG Iserlohn gelang es, die weiße Weste zu beschmutzen. Für einen Walsumer Überraschungscoup muss morgen vieles zusammenkommen. Die Schützlinge von Interimscoach Javier Gomez müssen zum einen ihr Potenzial abrufen, was ihnen in dieser Spielzeit zu selten gelungen ist. Zudem darf die Herringer Torfabrik nicht ins Rollen geraten. Im Schnitt erzielte der Meister bislang fast sieben Treffer pro Spiel. Mehr als die Hälfte gingen auf das Konto der Karschau-Brüder Kevin und Lucas. Zur Vorbereitung auf den angestrebten Favoritensturz spulte die RESG ein enormes Pensum ab. Am Osterwochenende nahm die Mannschaft an einem international besetzten Turnier in Eindhoven (Niederlande) teil, bei dem im Sechserfeld der dritte Platz heraussprang. Als Generalprobe bestritten die Walsumer gestern Abend ein Testspiel gegen den designierten Bundesliga-Aufsteiger HSV Krefeld. Gelingt morgen der große Wurf, würde in den Finalspielen (7. und 8. Juni) der Sieger der Begegnung RSC Darmstadt gegen ERG Iserlohn warten.

(ök)