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Duisburg: Bündnis beantragt Bürgerbegehren für Klimaentscheid

Umweltschutz in Duisburg : Bündnis beantragt Bürgerbegehren für Klimaentscheid

Weil die Stadt ihrer Verantwortung in der Klimakrise nicht gerecht werde, wollen mehrere Parteien und Organisationen nun Druck auf die Verwaltung ausüben. Das sind ihre konkreten Forderungen.

Ein breites Bündnis aus Duisburger Organisationen fordert einen Klimaentscheid. Darin soll die Stadt verpflichtet werden, gemeinsam mit externen Sachverständigen einen Klima-Aktionsplan zu erstellen und Maßnahmen zu definieren, damit Duisburg bis 2035 klimaneutral wird. Einen Antrag auf Einleitung eines entsprechenden Bürgerbegehrens haben Linda Kastrup (Fridays for Future), Thomas Olszamowski (Scientists for Future) und Kerstin Ciesla (BUND) bei der Stadt eingereicht.

„Die Politik windet sich weiter aus der Verantwortung heraus. Den Ernst der Lage scheint niemand zu begreifen“, sagt Kastrup. „Deutschland hat sich zum Pariser Klimaabkommen bekannt und um dieses einzuhalten, muss auch Duisburg endlich in die Verantwortung genommen werden. Das bisherige Klimaschutzkonzept ist mehr als mangelhaft und gibt unserer Generation keine Sicherheit für die Zukunft.“

Sollte es zum Bürgerentscheid kommen, wollen die Initiatoren den Duisburgern folgende Frage stellen:„Stimmen Sie dafür, dass die Stadt Duisburg externe Sachverständige beauftragt, welche innerhalb eines Jahres einen konkreten Plan zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2035 für die Stadt Duisburg, Stadt-Töchter und städtische Unternehmen erstellen?“

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Die Fragestellung und Begründung ist laut der Initiatoren in einem langen Prozess diskutiert und verabschiedet worden. Zu den Unterstützern gehören beispielsweise auch der Nabu, der ADFC und mit den Grünen, der Linken und Volt drei Duisburger Parteien. Neben den bislang rund 20 offiziellen Unterstützergruppen gebe es noch weitere, bei denen ein formaler Beschluss noch ausstehe.

„Eine Stadt wie Duisburg braucht eine klare Ist-Bestandsaufnahme und klar definierte Maßnahmen, um die Klimaneutralität zu erreichen“, sagt Ciesla. „Mit reinen Willensbekundungen können wir nicht leben, wir müssen den Worten Taten folgen lassen. Wenn es dafür den Impuls von den Menschen, die in dieser Stadt leben, braucht, werden wir nicht müde werden, die notwendige Anzahl Unterschriften zu sammeln.“

(mlat)